Sternwarte Bergedorf

Sternwarte Bergedorf - Tradition trifft Moderne

Die Sternwarte Bergedorf ist das neobarocke "Tor zum All". Das Ensemble, hoch oben auf dem Bergededorfer Gojenberg, ist immer noch die größte deutsche Sternwarte und eine Außenstelle der Universität Hamburg. Der Fachbereich Astrophysik lehrt hier alles Wissenswerte zum Thema. Mehr als 30 Wissenschaftler forschen hier unter der Woche. Die Sternwarte Bergedorf blickt auf eine mehr als 100jährige Geschichte zurück.

Am Wochenende steht die Sternwarte Bergedorf auch Besuchern offen, um einen Blick ins All zu wagen. Besonders kleine Hobby Astrologen sind hier bestens aufgehoben. Nicht nur die "Planetenralley" ist sehr beliebt. Auch für Hochzeitspaare bietet die Sternwarte Bergedorf eine schöne Kulisse. Nicht umsonst ist sie eine Außenstelle des Standesamtes Bergedorf.

Der Stadtteil Bergedorf im Hamburger Osten ist grundsätzlich einen Besuch wert. Fahren Sie mit dem Rad durch das größte Gemüseanbaugebiet Deutschlands und erkunden sie die Vier- & Marschlande oder entspannen Sie bei einem herrlichen Picknick auf dem Elbdeich. Sehr zu empfehlen ist auch das Bergedorfer Schloss.

Adresse
Sternwarte Bergedorf
Gojenbergsweg 112
21029 Hamburg

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Details

Sternwarte Bergedorf: Modernste Technologie

Die Sternwarte Bergedorf - Über ein Jahrhundert im Zeichen der Astrophysik  

Die Hamburger Sternwarte Bergedorf ist Teil der Universität Hamburg, Fachbereich Astrophysik. Die beiden Vorgänger am Stintfang und am Millerntor wurden 1811, bzw. am Ende des 19.Jahrhunderts, aufgegeben. Grund waren ein Erlass der napoleonischen Besatzungsmacht, beziehungsweise erhöhte Luftverschmutzung. Mit dem Gojenberg in Bergedorf fand sich dann ein geeigneter Standort für ein neues Observatorium.

Der erste Spatenstich erfolgte 1906. Drei Jahre später stand bereits ein Großteil der Gebäude und Teleskope. Die offizielle Einweihung fand am 6. Juli 1912 statt. 

Neben dem Haupt- und Verwaltungsgebäude entstanden eine Direktorenvilla sowie sechs Beobachtungsgebäude mit Kuppeldächern. Die Sternwarte Bergedorf verfügte seinerzeit über die modernste Teleskop-Technologie. Da in der Schifffahrt damals noch mit Sternenkarten navigiert wurde, war die Sternwarte Bergedorf für die Hafenstadt Hamburg von großer Bedeutung. 

Ein weiterer Fokus wurde auf die Zeitmessung gelegt, die unter genauer Beobachtung des Sternenhimmels bereits vor 100 Jahren auf die Zehntelsekunde genau bestimmt werden konnte. Informationen, die vor allem auch für die Marine wichtig waren. Daher diente die Sternwarte auf dem Gojenberg in beiden Weltkriegen immer wieder militärischen Zwecken.

Die Bombennächte des Zweiten Weltkriegs überstand die Sternwarte nahezu unbeschädigt, sodass bereits wenig später die Forscher wieder an die Arbeit gingen. 1954 wurde der „Hamburger Schmidt-Spiegel“ installiert, der noch heute im Betrieb ist. 

1962 erfolgte die Gründung und Errichtung der Europäischen Südsternwarte (ESO) in Bergedorf. Zu Beginn der 1970er Jahre erhielt die Sternwarte noch einmal eine technische Aufrüstung mit einem Zonenastrographen von Carl Zeiss sowie dem Oskar-Lühning-Teleskop, die bis zum heutigen Tage dort ihren Dienst verrichten.

Allerdings gab das typische norddeutsche Schmuddelwetter den wolkenfreien Blick in den Hamburger Himmel immer seltener frei und modernere Observatorien in der chilenischen Wüste oder auf dem südspanischen Carlo Alto liefen der Bergedorfer Sternwarte den Rang ab. 

Heute ist sie Teil des Fachbereichs Physik der Universität Hamburg. Rund 30 Wissenschaftler betreiben auf dem Gojenberg Grundlagenforschung und geben angehenden Astrophysikern ihr handwerkliches Rüstzeug mit auf dem Weg. 

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Die Sternwarte Bergedorf - Ein Besuchermagnet für Groß und Klein 

Die Sternwarte Bergedorf ist immer noch die größte Sternwarte Deutschlands und zieht jährlich viele Besucher in ihren Bann. An kaum einem anderen Ort der Hansestadt gelingt der Spagat zwischen Tradition und Moderne so beeindruckend wie am Bergedorfer Gojenberg. 

Herrschaftliche Villen im Neobarock bilden mit geheimnisvollen Kuppelgebäuden und futuristischen Stahlkonstruktionen schon optisch ein mehr als außergewöhnliches Ensemble, welches mit dem parkähnlichen Areal verschmilzt. Vom Rande des Geländes auf dem Gojenberg reicht die Aussicht über die Hansestadt und bis weit in die Elbmarschen hinein. 2008 setzte das Bundesdenkmalamt die Sternwarte samt Parkgelände auf die Liste der „national bedeutsamen Kulturdenkmäler“. Darüber hinaus gehört sie zum engen Bewerberkreis des UNESCO-Weltkulturerbes

Technikbegeisterte und passionierte Freizeit-Astrologen geraten beim Anblick der gut erhaltenen Teleskope ins Schwärmen und haben sogar die Möglichkeit, an den zahlreichen öffentlichen Beobachtungsabenden selbst einen Blick in die Sterne zu wagen. An den Wochenenden und an Feiertagen können die Besucher auf dem Planetenpfad auf Entdeckungstour gehen. Astronomische Vorträge, Führungen zur Geschichte der Sternwarte, ein Museum sowie die mehr als 70.000 Bände umfassende Bibliothek runden das umfassende Informationsprogramm ab.

Besonders für die Jüngsten kann der Besuch der Sternwarte Bergedorf zu einem unvergesslichen Erlebnis werden. Für den Sternenforscher-Nachwuchs oder Schulklassen öffnet die Astronomie-Werkstatt in den Ferien ihre Pforten. Zudem gibt es die Gelegenheit, in der Sternwarte Bergedorf Geburtstag zu feiern oder auf eine gleichermaßen spannende wie unterhaltsame Planetenrallye zu gehen. Im Café „Raum & Zeit“ können sich derweil die großen Gäste in „himmlischer“ Atmosphäre bei Kaffee, Kuchen und Snacks oder auch vormittags beim Brunch-Büfett zu stärken. 

Apropos unvergessliches Erlebnis – seit 2013 ist die Sternwarte samt Parkgelände eine Außenstelle des Standesamtes Hamburg-Bergedorf. Und gibt es etwas Schöneres und Romantischeres, als den Bund des Lebens so nah an den Sternen zu schließen? Für die anschließende Feier stehen die historischen Räumlichkeiten im Café „Raum & Zeit“, im „Refugium“ oder im „Sonnenbau“ zur Verfügung. Das gilt natürlich ebenso für Geburtstage, Taufen und andere Familienfeiern.

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Die grüne Stadt in der Stadt 

Aber auch die nähere Umgebung der Sternwarte ist einen Besuch wert. Bergedorf ist eine kleine Stadt in der Stadt, die auf rund elf Quadratkilometern eine Menge zu bieten hat, maritimes Flair und Natur inklusive. Im Südosten der Hansestadt, an der Grenze zu Schleswig-Holstein gelegen, punktet Bergedorf mit seiner historischen Altstadt, natürlichem Idyll und einer ordentlichen Portion Charme.

Ein beliebter Anlaufpunkt ist der Hafen am Serrahn. Ein Binnenhafen mit viel Atmosphäre. In unmittelbarer Nachbarschaft steht das Bergedorfer Schloss, umringt von einem Wassergraben. Das Backsteingotik-Gebäude ist heute das einzige Schloss Hamburgs und beherbergt ein Museum sowie ein Café. 

Nicht weit davon entfernt liegen die Fachwerkkirche St. Petri und St. Pauli, die Windmühle sowie die charmante Fußgängerzone am Sachsentor mit ihren Geschäften und gemütlichen Cafés. Wem nach ein wenig kultureller Zerstreuung wie Comedy oder Konzerten der Sinn steht, der ist im alternativen Veranstaltungszentrum "Haus am Park" richtig. 

Die Kulturlandschaft „Vier- und Marschlande“ ist zudem Deutschlands größtes Gemüse- und Blumenanbaugebiet. Es zeichnet sich auch durch seine reizvolle Landschaft mit Deichen und Schutzgebieten zwischen der Elbe und ihren Nebenarmen sowie durch gepflegte Traditionen aus. 

Bergedorf ist auch heute noch sehr von seinem dörflichen Charakter geprägt. Beim Flanieren durch die historischen Gassen hört man noch so manch plattdeutsche Wort der Bewohner. Bergedorf ist also in vielerlei Hinsicht einen Besuch wert.

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