ELBINSEL KALTEHOFE

Wo sich Großstadt und Natur ganz nah sind 

Gerade einmal einen Steinwurf von der Hamburger City entfernt tut sich ein Paradies auf. Die Stiftung Wasserkunst Elbinsel Kaltehofe ist ein Kleinod aus Industriearchitektur, Natur und Kultur. Zwischen Nordelbe und Bille wurde fast 100 Jahre lang die Wasserversorgung der Hafenstadt geregelt. Nach der Stilllegung 1990 fiel das Wasserwerk in einen Dornröschenschlaf. Aus dem es glücklicherweise wieder wachgeküsst wurde. Die heutige Stiftung hat die Werksgebäude mustergültig hergerichtet und lädt zu einer spannenden Zeitreise ein. Doch nicht nur die Historie der Elbinsel und der Wasserversorgung stehen auf dem Programm. Mit der Kombination aus Stadt- und Naturnähe präsentiert sich der Ort als zukunftsweisend für Hamburg. Eine Situation, die durchaus Modellcharakter für andere Großstädte hat.  

Adresse
Stiftung Wasserkunst Elbinsel Kaltehofe
Kaltehofe-Hauptdeich 6-7
20539 Hamburg


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Details

Sehenswürdig mit Aktivitäten für drinnen und draußen 

Blickfänger auf Kaltehofe ist die Villa von 1894. Der Ziegelbau diente einst dem Hygienischen Staatsinstitut als Arbeitsstätte. Die Ausstellung in den kernsanierten Räumlichkeiten folgt der Entwicklung des Wasserwerks von seinen Ursprüngen bis in die Gegenwart. Wie aus dem Festland Kaltehofe im 19. Jahrhundert die Elbinsel Kaltehofe wurde, – auch darüber klärt die Schau der Stiftung Wasserkunst auf. Eine weitere Ausstellung zur Geschichte der Hamburger Wasserversorgung finden Sie im Wasserforum. Hier, im einstigen Pumpenhaus des ältesten Wasserwerks der Stadt, wird die Vergangenheit lebendig. Die Frage ist durchaus berechtigt: Wie funktioniert eigentlich die Wasserversorgung einer Metropole, die um 1900 immerhin schon mehr als 700.000 Einwohner zählte? Alternativ können Sie auch gleich mit einer Begehung der Insel starten. Der Naturlehrpfad sorgt dafür, dass Sie nicht die Orientierung verlieren. Die insulare Vogelwelt erkunden Sie von der extra dafür errichteten Plattform. Praktisch: Ferngläser sind im Museumsshop auszuleihen. Bildung und Bewegung: Beides macht hungrig und durstig! Dann ist das Café Kaltehofe die richtige Anlaufstelle. Inmitten des historischen Ambiente werden Brunch, Mittagessen sowie Kaffee und Kuchen serviert. Auch Räumlichkeiten für Tagungen und Gruppenausflüge sind vorhanden. Bitte beachten: Von November bis März ist das Café nur an Wochenenden und Feiertagen geöffnet. 

 

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Zu Land oder zu Wasser: Anfahrt und Sehenswürdigkeiten 

Kaltehofe gehört zum zentralen Stadtteil Hamburg-Rothenburgsort. Dort ist die Insel in einen Grünzug eingebettet, der sich von der Halbinsel Entenwerder bis nach Moorfleet erstreckt. Insbesondere der Elbpark Entenwerder mit dem traditionellen „Entenwerder Fährhaus“ ist einen Abstecher wert. Die grüne Lage der Wasserkunst (Kaltehofe Hauptdeich 6 – 7) lädt geradezu zu einer „alternativen“ Anreise ein. Entlang mehrerer Rad- und Radfernwege gelegen, sind Radler hier gern gesehene Gäste. Und geht dem Drahtesel einmal die Luft aus: kein Problem. Fahrradpumpe und Luftschläuche stehen auf Kaltehofe stets zur Verfügung. Typisch hamburgisch können Sie die Insel im Sommer ansteuern. In der schönen Jahreszeit verkehrt eine Barkasse von den Landungsbrücken aus. Auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln gelangen Sie ans Ziel. Etwa über die S-Bahn-Haltestellen Rothenburgsort und Tiefstack oder den Busbahnhof Billhorner Deich. Kommen Sie mit PKW oder Motorrad, können Sie am ehemaligen Wasserwerk parken. Auf Kaltehofe selbst ist der motorisierte Verkehr nicht gestattet. Das Eiland inmitten der Elbe ist größtenteils Naturschutzgebiet. Der Naturlehrpfad durch die Parkanlage informiert ausgiebig über das ansässige Tier- und Pflanzenleben. So kommen hier mehr als 40 Vogelarten zum Brüten hin und auch Zugvögel machen gerne Station. Ein geschütztes Domizil finden nicht zuletzt Fledermäuse. Von den etwa 24 in Deutschland heimischen Arten lebt ein Drittel auf der Elbinsel Kaltehofe. 

 

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Vom Wasserwerk zum Ausstellungsort 

Am Anfang des Ausflugsziels Stiftung Wasserkunst Elbinsel Kaltehofe stehen zwei tragische Ereignisse. Während des Hamburger Brands von 1842 wurde die Versorgung mit Alsterwasser zerstört. Als Alternative bot sich die Versorgung mit Flusswasser auf der Elbinsel Kaltehofe an. Durch die zunehmende Verschmutzung des Trinkwassers in den gerade einmal vier Wasserbecken wurde 1890 der Bau einer Filtrationsanlage notwendig. Unglücklicherweise bestand dieselbe noch nicht, als in dem heißen Sommer 1892 eine verheerende Choleraepidemie Hamburg heimsuchte. Erst am 1. Mai 1893 konnte die Anlage in Betrieb genommen werden. Zu dem Zweck entstanden 22 Filterbecken sowie 36 dazugehörige Häuschen aus Backstein, sogenannte Schiebehäuschen. Durch diese pittoresken Bauwerke wurde das unreine Wasser gesäubert und floss von Filterbecken zu Filterbecken. Für die architektonische Gestaltung der Häuschen zeichnete der Ingenieur Franz Andreas Meyer verantwortlich. Meyer ist auch bekannt als Entwerfer der Hamburger Speicherstadt. Im Jahr 1990 endete die Filtration auf Kaltehofe, da sich der Betrieb nicht mehr lohnte. Elbwasser war schon seit 1964 nicht mehr gefiltert worden. In der Folgezeit blieben Flora und Fauna rund 20 Jahre sich selbst überlassen. So konnte sich die Insel, unweit großstädtischer Betriebsamkeit, zu einem Refugium für Pflanzen und Tiere entwickeln. Die Weiternutzung des Terrains sah ein Konzept bestehend aus Industriedenkmal, Ausstellung und Naturpark vor, – ein Plan, der aufging. Seit 2011 wird die Stiftung Wasserkunst von den Hamburger Wasserwerken und der Stadt Hamburg gemeinsam unterhalten.

 

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