DUVENSTEDTER BROOK

Duvenstedter Brook – ein Zauberwald in Großstadtnähe

Der Duvenstedter Brook bei Hamburg ist ein musterhaftes Naturschutzgebiet. Wer den Großstadtrummel einmal hinter sich lassen möchte, findet dort für einige Stunden unberührte Natur, Tiere und wunderbare Erholung. Brook steht als Name für den in den sumpfigen Teilen wachsenden einzigartigen Bruchwald, der ein seltenes Biotop und paradiesische Heimat für manchen Wasserliebhaber bildet. Lesen Sie hier unten von den kleinen Zwergen und den großen Majestäten der Tierwelt, von Pflanzen und Wegen im Naturparadies. Informationen zur Anreise und zu den Einrichtungen im Park finden Sie ebenso wie etwas über die lange Geschichte des Gebietes im Duvenstedter Brook bei Hamburg.

Adresse
Duvenstedter BrookHus
Duvenstedter Triftweg 140
22397 Hamburg

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Details

Eine Zauberwelt aus Wiesen, Mooren und Heideflächen

Bei den Hamburgern ist der Duvenstedter Brook bei Hamburg als Begegnungsort mit der Natur besonders beliebt. Wiesen, Moore und Heideflächen, Bäche und Wälder beherbergen über 100 Vogelarten und viele andere Tiere. Die geschützte Naturfläche misst 785 Hektar oder mehr als 1.100 Fußballfelder. Direkt an den Brook schließen sich die Naturschutzgebiete Wohldorfer Wald sowie der Hansdorfer Brook und die Ammersbek-Hunnau-Niederung an. Wer genau hinschaut, wird Libellen und Heuschrecken, Schmetterlinge und Amphibien, Reptilien und fast vierzig verschiedene Säugetiere beobachten können. Moorgebiete prägen das Land und kämpfen mit dem sich ausbreiten wollenden Bruchwald, den sie mit ihrer säuerlichen Erde stoppen. Einige dieser Moorgebiete wurden in den Vergangenheit trockengelegt, sodass Feuchtheide mit ihren Blüten entstand.

Duvenstedter Brookhus
Könige, Adler, Reptilien und Kraniche

Hier treffen Sie auf ein Paradies für alle menschlichen Sinne. Wer seine Augen, die Nase und die Ohren öffnet, wird romantische Erlebnisse haben. Im Frühling bilden Gräser mit weißen Blüten eine malerische Landschaft. Auf den Wiesen neben der Heide treffen wir im Frühling auf Kraniche, die Ende Februar aus dem Winterquartier zurückkehren und mit Balztänzen begeistern. Mit lauten Trompetenrufen machen sie auf sich aufmerksam. Seltene Bekassine mit ihren langen Schnäbeln balzen mit Geräuschen, die ihre Schwanzfedern im Sturzflug erzeugen. Gegen Abend hören Sie die Rufe des weltweit bedrohten Wachtelkönigs. Im Mai und Juni können wilde Orchideen gesehen werden. Kraniche sind dann mit ihren Jungen auf Nahrungsuntersuche unterwegs. Sogar Fischadler, Seeadler, Uhus und Milane können mit etwas Glück beobachtet werden. 

Im Sommer ändert sich die Farbensinfonie. Das Heidekrautgewächs Glockenheide legt einen zartrosa Schleier über die Heidelandschaft. Die Wiesen schaffen eine Palette vom Gelb des Hahnenfußes über das Weiß der Doldengewächse bis zum Grün leuchtenden Gras. Wer gut Acht gibt, wird der Musik der Heuschrecken lauschen können. Über den Gipfeln jagt im Sommer der kleine, aber edle schnelle Baumfalke, der Ende September nach Afrika zur Überwinterung fliegt. Wer gut lauscht, kann seinen typischen gedämpften Kikiki-Ruf hören. Leibspeise des edlen Vogels sind die herrlich ihre Flügel schlagenden Libellen. An versteckten Stellen legt das Weibchen seine Eier, aus denen im Juli die Jungvögel schlüpfen und nach einem Monat das Nest erstmals verlassen.

Duvenstedter Brook Reiter

Blaue seltene Schmetterlinge aus der Familie der Bläulinge surren durch die Lüfte über dem Heidegras und naschen von bunten Distelblüten. Die Nase wird verwöhnt, denn manche Pflanzen verbreiten fast mediterran anmutende Düfte und locken Bienen und Insekten an. Fleischfressende Pflanzen wie der Sonnentau warten gerne auf Insekten. Dazwischen jagen flinke Waldeidechsen, faule Blindschleichen und giftige Kreuzottern. Der September verwandelt die Wiesen in eine Bühne für die Rothirschbrunft, die Sie von geschützten Sichtschirmen aus, am besten in der Dämmerung, beobachten können. Im Herbst bestimmen dann weiß leuchtende Birkenstämme, rosa blühende Besenheide, braune Birkenpilze und die vor ihrer Giftigkeit rot warnenden Fliegenpilze die Farbkomposition der Natur.

Viele Bäche und Teiche schaffen im angenehme Lebensbedingungen für eine krabbelige Tierwelt vom Frosch bis zum Molch. Im Herbst beobachten Sie hier am Abend bis zu 100.000 Stare, die das Schilf am Gewässer für ihre Nachtruhe suchen. Im Bruchwald selbst werden Ihnen die Singvögel ein prächtiges Konzert breiten.

Lage und Einrichtungen im Duvenstedter Brook bei Hamburg

Zwischen Ohlstedt im Süden und Wiemerskamp im Norden erstreckt sich der Duvenstedter Brook bei Hamburg, der zum Stadtgebiet gehört. Mit dem Auto brauchen Sie vom Zentrum über die Bramfelder Chaussee rund 55 Minuten bis zu den Parkplätzen am Brook. Mit der U-Bahn U1 kommen Sie vom Jungfernstieg an der Binnenalster in einer guten Stunde nach Ohlstedt, von wo es noch gut 20 Fußminuten bis zum Brook sind. Am in der Mitte durch das Gebiet führenden Weg finden Sie Sichtschirme für die Wildbeobachtung von Rehen und Hirschen. Im Duvenstedter Triftweg 140 informiert das BrookHus des Naturschutzbundes. Im Nabu-Zentrum wird in Ausstellungen, mit Führungen und durch Präsentationen über das Naturschutzgebiet informiert. Das Haus ist von April bis Oktober Dienstag bis Freitag von 14 bis 17 Uhr, samstags von 12 bis 18 Uhr und an Sonn- und Feiertagen von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Im Februar, März und November öffnet das Haus nur am Samstag von 12 bis 16 Uhr und am Sonntag von 10 bis 16 Uhr. Abhängig von Brutzeiten werden im Naturschutzgebiete manche Wege zeitweise gesperrt, worüber Infotafeln informieren. Hunde sind nicht erlaubt, ein Fernglas ist nützlich.

Duvenstedter Brook

Die Geschichte von der Eiszeit bis zu mutigen Entscheidungen

Die Naturgeschichte der zauberhaften Landschaft reicht bis kurz nach der letzten Eiszeit vor 15.000 Jahren zurück, in der sich das heutige Landschaftsbild gebildet hat. Auf der Tundraheide entstanden Birkenwälder, die wir noch heute sehen. Später kamen andere Bäume hinzu. Vor etwa 4.000 Jahren begann die Landnutzung durch den Menschen, Waldflächen gingen verloren. Im Mittelalter wurden Wälder gerodet und als Grünland oder als Äcker genutzt. In den letzten beiden Jahrhunderten reduzierten Torfabbau und intensive Landwirtschaft die Moore. Im Jahre 1958 wiesen mutige Politiker unter der Führung von Bürgermeister Max Brauer den Duvenstedter Brook als Naturschutzgebiet aus, nachdem seine Einzigartigkeit erkannt war. Heute wird das Gebiet vornehmlich vom Naturschutzbund aktiv betreut.

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