STERNWARTE BERGEDORF

Tradition triff Moderne – die Sternwarte Bergedorf

Hamburg ist das Tor zur Welt, das ist allgemein bekannt. Aber im Stadtteil Bergedorf, „hoch“ oben auf der Spitze des Gojenbergs, steht auch ein Tor zu den Sternen. Das neobarocke Ensemble von Kuppelbauten lädt dort seine Besucher zu einer Reise in die unendlichen Weiten des Weltalls ein. Die Sternwarte Bergedorf ist ein faszinierender Ort, an dem die Sterne zum Greifen nah scheinen und der auf eine mehr als 100-jährige Geschichte in der Astro-Forschung zurückblicken kann.  

Adresse

Gojenbergsweg 112
21029 Hamburg

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Details

Über ein Jahrhundert im Zeichen der Astrophysik  

Nachdem die beiden Vorgänger am Stintfang im Jahre 1811 und am Millerntor Ende des 19. Jahrhunderts aufgrund eines Erlasses der napoleonischen Besatzungsmacht, beziehungsweise erhöhter Luftverschmutzung aufgegeben werden mussten, wurde mit dem Gojenberg in Bergedorf ein geeigneter Standort für ein neues Observatorium gefunden. Der erste Spatenstich folgte 1906, drei Jahre später stand bereits ein Großteil der Gebäude und Teleskope und die offizielle Einweihung fand am 6. Juli 1912 statt. Neben dem Haupt- und Verwaltungsgebäude entstanden eine Direktorenvilla sowie sechs Beobachtungsgebäuden mit Kuppeldächern, die über die seinerzeit modernste Teleskop-Technologie verfügten. Da in der Schifffahrt damals noch mit Sternenkarten navigiert wurde, war die Sternwarte Bergedorf für die Hafenstadt Hamburg von großer Bedeutung. Ein weiterer Fokus wurde auf die Zeitmessung gelegt, die unter genauer Beobachtung des Sternenhimmels bereits vor 100 Jahren auf die Zehntelsekunde genau bestimmt werden konnte. Informationen, die vor allem auch für die Marine wichtig waren, so dass die Sternwarte auf dem Gojenberg in beiden Weltkriegen immer wieder militärischen Zwecken diente. Die Bombennächte des Zweiten Weltkriegs überstand die Sternwarte nahezu unbeschädigt, so dass bereits wenig später die Forscher wieder an die Arbeit gingen. 1954 wurde der „Hamburger Schmidt-Spiegel“ installiert, der noch heute im Betrieb ist und 1962 erfolgte die Gründung und Errichtung der Europäischen Südsternwarte (ESO) in Bergedorf. Zu Beginn der 1970er Jahre erhielt die Sternwarte noch einmal eine technische Aufrüstung mit einem Zonenastrographen von Carl Zeiss sowie dem Oskar-Lühning-Teleskop, die bis zum heutigen Tage dort ihren Dienst verrichten.

Allerdings gab das typische norddeutsche Schmuddelwetter den wolkenfreien Blick in den Hamburger Himmel immer seltener frei und modernere Observatorien in der chilenischen Wüste oder auf dem südspanischen Carlo Alto liefen der Bergedorfer Sternwarte den Rang ab. Heute ist sie Teil des Fachbereichs Physik der Universität Hamburg. Rund 30 Wissenschaftler betreiben auf dem Gojenberg Grundlagenforschung und geben angehenden Astrophysikern ihr handwerkliches Rüstzeug mit auf dem Weg. 

 

Sternwarte-bergedorf 

 

Ein Besuchermagnet für Groß und Klein 

Und dennoch zieht Deutschlands größte Sternwarte nach wie vor die Besucher in ihren Bann. An kaum einen Ort der Hansestadt gelingt der Spagat zwischen Tradition und Moderne so beeindruckend wie am Bergedorfer Gojenberg. Herrschaftliche Villen im Neobarock bilden mit geheimnisvollen Kuppelgebäuden und futuristischen Stahlkonstruktionen schon optisch ein mehr als außergewöhnliches Ensemble, welches mit dem parkähnlichen Areal verschmilzt. Vom Rande des Geländes auf dem Gojenberg reicht die Aussicht über die Hansestadt und bis weit in die Elbmarschen hinein. 2008 setzte das Bundesdenkmalamt die Sternwarte samt Parkgelände auf die Liste der „national bedeutsamen Kulturdenkmäler“. Darüber hinaus gehört sie zum engen Bewerberkreis des UNESCO-Weltkulturerbes. 

Technikbegeisterte und passionierte Freizeit-Astrologen geraten beim Anblick der gut erhaltenen Teleskope ins Schwärmen und haben sogar die Möglichkeit, an den zahlreichen öffentlichen Beobachtungsabenden selbst einen Blick in die Sterne zu wagen. An den Wochenenden und an Feiertagen können die Besucher auf dem Planetenpfad auf Entdeckungstour gehen, astronomische Vorträge, Führungen zur Geschichte der Sternwarte, ein Museum sowie die mehr als 70.000 Bände umfassende Bibliothek runden das umfassende Informationsprogramm ab. Besonders für die Jüngsten kann der Besuch der Sternwarte Bergedorf zu einem unvergesslichen Erlebnis werden. Für den Sternenforscher-Nachwuchs öffnet für Schulklassen oder in den Ferien die Astronomie-Werkstatt ihre Pforten. Zudem gibt es die Gelegenheit, in der Sternwarte Bergedorf Geburtstag zu feiern und auf eine gleichermaßen spannende wie unterhaltsame Planetenrallye zu gehen. Im Café „Raum & Zeit“ können sich derweil die großen Gäste in „himmlischer“ Atmosphäre bei Kaffee, Kuchen und Snacks oder auch vormittags am Brunchbüfett zu stärken. 

Apropos unvergessliches Erlebnis – seit 2013 ist die Sternwarte samt Parkgelände eine Außenstelle des Standesamtes Hamburg-Bergedorf. Und gibt es etwas Schöneres und romantischeres, als den Bund des Lebens so nah an den Sternen zu schließen? Für die anschließende Feier stehen die historischen Räumlichkeiten im Café „Raum & Zeit“, im „Refugium“ oder im „Sonnenbau“ zur Verfügung. Das gilt natürlich ebenso wie für Geburtstage, Taufen und andere Familienfeiern sowie für betriebliche Zusammenkünfte wie Weihnachtsfeiern. 


sternwarte


Die grüne Stadt in der Stadt 

Aber auch die nähere Umgebung der Sternwarte ist einen Besuch wert. Bergedorf ist eine kleine Stadt in der Stadt, die auf rund elf Quadratkilometern eine Menge zu bieten hat, maritimes Flair und Natur inklusive. Im Südosten der Hansestadt an der Grenze zu Schleswig-Holstein gelegen, punktet Bergedorf mit seiner historischen Altstadt, natürlichem Idyll und einer ordentlichen Portion Charme. Ein beliebter Anlaufpunkt ist der Hafen am Serrahn, ein Binnenhafen mit viel Atmosphäre. In unmittelbarer Nachbarschaft steht das Bergedorfer Schloss, umringt von einem Wassergraben. Das Backsteingotik-Gebäude ist heute das einzige Schloss Hamburgs und beherbergt ein Museum sowie ein Café. Nicht weit davon entfernt liegen die Fachwerkkirche St. Petri und Pauli, die Windmühle sowie die charmante Fußgängerzone am Sachsentor mit ihren Geschäften und gemütlichen Cafés. Wem nach ein wenig kultureller Zerstreuung wie Comedy oder Konzerte der Sinn steht, der ist im alternativen Veranstaltungszentrum "Haus am Park" richtig. 

Mit der Kulturlandschaft Vier- und Marschlande kann Bergedorf sogar ein echtes Superlativ sein Eigen nennen. Deutschlands größtes Gemüse- und Blumenanbaugebiet zeichnet sich zudem durch seine reizvolle Landschaft mit den Deichen und Schutzgebieten zwischen der Elbe und ihren Nebenarmen sowie durch gepflegte Traditionen aus. Bergedorf ist auch heute noch sehr von seinem dörflichen Charakter geprägt, beim Flanieren durch die historischen Gassen hört man noch so manch plattdeutsches Wort der Bewohner. Bergedorf ist also in vielerlei Hinsicht einen Besuch wert.


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