WINDMÜHLE JOHANNA

Die Windmühle mit Charme - Zweimal wieder auferstanden und nun schöner als je zuvor

Die Windmühle Johanna ist nicht irgendeine Windmühle. Erbaut 1875 auf der Asche von vier Vorgängerwindmühlen, wurde sie 60 Jahre später in einem erbärmlichen Zustand von einem Müllerpaar erworben, wieder aufwändig restauriert und technisch verbessert. Bis 1960 mahlten Johanna und Erwin Sievers Backschrot und Futterschrot. Heute ist die Windmühle, die nach erneutem Verfall in den 1990er Jahren vom Wilhelmsburger Windmühlenverein e. V. erneut hergerichtet wurde, ein beliebtes Besucherziel. Über das ganze Jahr finden hier Veranstaltungen statt und am Pfingstmontag wird sie alljährlich bei guten Windverhältnissen sogar in Betrieb gesetzt. Für Verpflegung wird im Mühlencafé gesorgt. Und wenn Sie Vereinsmitglied sind, dürfen Sie sogar Ihre eigene Feier in der historischen Mühle durchführen.

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Ein Kulturdenkmal mit vollem Veranstaltungskalender 

Die Windmühle Johanna in Wilhelmsburg ist nicht nur bei den Hamburgern sehr beliebt. Ihre Bauart gehört zu der Kategorie Galerieholländer, sie ist zweistöckig und wurde mit einem quadratischen Unterbau erbaut, der in massiver Steinbauweise erfolgte. Heute ist die Mühle ein Kulturdenkmal und erinnert an die bäuerlichen Traditionen der Gegend. 

Jedes Jahr findet am Pfingstmontag hier der bundesweite Mühlentag statt. An diesem Tag wird die Windmühle in Betrieb gesetzt. Nach einem ökumenischen Gottesdienst haben Sie die Möglichkeit, die traditionsreiche Mühle zu besichtigen, den Handwerkermarkt um die Mühle herum zu besuchen oder das gastronomische Angebot zu nutzen. Auch die Kinder kommen hier auf ihre Kosten. Möchten Sie einmal direkt erleben, wie Brot aus Getreide entsteht? Dann sollten Sie an einem ersten Sonntag im Monat zur Windmühle Johanna im Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg kommen. Im Backhaus wird dann nämlich das Wilhelmsburger Mühlenbrot gebacken. Das Mehl stammt selbstverständlich von der Mühle. An diesen Tagen wird zusätzlich im Mühlencafé selbst gebackener Kuchen angeboten und das Mühlenmuseum ist auch geöffnet. 

 

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In jedem Jahr findet einige Wochen vor Ostern ein traditioneller Ostermarkt statt und im Herbst wird ein Schlachtfest mit Schätzen aller Schweinegerichten nach alter Tradition durchgeführt. Beim Zerlegen lernen Sie die Körperteile des Schweins und ihre Verwendung für verschiedene Speisen kennen und zum Abschluss werden nach alten Rezepten hergestellte warme und kalte Schlachtspezialitäten zum Verzehr gereicht. Zum Erntedankfest gibt es ein Kartoffelfest und über das gesamte Jahr können Sie an regelmäßigen Veranstaltungen teilnehmen. Seien es das Seniorencafe, der Plattdeutsche Stammtisch oder der Skat- und Spiele-Abend. Auch kulturelle Veranstaltungen sind geplant. Haben Sie vielleicht demnächst einen Grund zu feiern? Ein runder Geburtstag oder ein anderer Anlass? In der Windmühle Johanna in Hamburg können Sie sogar Ihr eigenes Fest feiern. Einzige Voraussetzung ist die Vereinsmitgliedschaft. Und die eigene Führung durch die historische Mühle können Sie für diesen Tag ebenfalls dazu buchen. 

Ein absolutes Highlight persönlicher Feiern ist aber die Hochzeit in der Windmühle Johanna, die dann zu Hamburgs Hochzeitsmühle wird. Die Trauung durch das Standesamt Hamburg-Mitte erfolgt dann nämlich direkt in der Mühle, in der Sie mit Ihren Gästen anschließend feiern werden. Angeblich sollen ja Ehen, die in Mühlen geschlossen werden, besonders glücklich werden, sagt jedenfalls der Volksmund. Führungen für kleine Gruppen Erwachsener oder Schulklassen sind übrigens außerhalb normaler Öffnungszeiten jederzeit buchbar, auch mit anschließendem Kaffeetrinken im Mühlencafé.

 

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Die Geschichte der Windmühle Johanna in Wilhelmsburg

1875 wurde die Windmühle Johanna in Wilhelmsburg auf dem Platz aufgebaut, auf dem im Jahr zuvor die letzte von vier Vorgängerwindmühlen abgebrannt war. Damals hatte sie allerdings noch nicht diesen klangvollen Namen. 60 Jahre später war sie so heruntergewirtschaftet, dass sie nur noch mit zwei Flügeln betrieben werden konnte, was der Windmühle in diesem Hamburger Stadtteil ein skurriles Aussehen gab. Es sollte 10 Jahre aufwändiger Restauration bedürfen, bis der neue Besitzer 1945 die Windmühle Johanna in Wilhelmsburg wieder mit vier Flügeln betreiben konnte. Noch im gleichen Jahr zerstörte eine Bombe die Flügel erneut und wieder sollte es 10 Jahre dauern, bis sie erneuert werden konnten. Mit der Restauration war auch der Antrieb erweitert worden, so dass die Windmühle Johanna nun wahlweise mit Strom oder mit Wind betrieben werden konnte. 1941 bereits zum technischen Kulturdenkmal erklärt, musste das Müllerpaar die Windmühle 20 Jahre später wieder verkaufen. Von 1961 bis 1997 verfiel die Mühle erneut, bis der Wilhelmsburger Windmühlenverein e. V. das Erbbaurecht für 30 Jahre an der Windmühle Johanna hier in Hamburg erwarb und sie bis zum 30.09.1998 erneut restaurierte, so dass an diesem Tag mit Windkraft wieder Getreide geschrotet werden konnte. 1998 taufte der Gemeinnützige Verein die Mühle auf den Namen Johanna im Gedenken an die letzte Müllerin, die den erneuten Wiederaufbau begleitete und Ehrenmitglied des Vereins wurde. Am 24. Mai 1999 wurde hier für das Bundesland Hamburg der 6. Deutsche Mühlentag eröffnet.

 

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Romantische Lage auf dem Deich

Die Mühle Johanna steht in Hamburg Wilhelmsburg auf dem sogenannten Schönen Feld erhöht auf einem Deich. Es ist ein romantischer parkähnlicher Standort, ganz besonders wegen der Wasserlage und wenn sich die Windmühle darin spiegelt. Unterhalb des Deiches verzweigen sich etliche Teiche und Gräben, die zur Dove-Elbe von Wilhelmsburg gehören. Nicht weit entfernt vom Trubel der Großstadt Hamburg, ist die Windmühle mit den öffentlichen Verkehrsmitteln schnell erreichbar. Sie fahren mit der S-Bahn Linie S 3 oder S 31 bis zum S-Bahnhof Wilhelmsburg oder Veddel und von dort geht es weiter mit dem Bus der Linie 154 bis zur Haltestelle Wilhelmsburger Mühle. Mit dem Auto fahren Sie am Autobahnkreuz Stillhorn ab über die Kornweide zur Schönenfelder Straße 99a. Die Umgebung der Mühle ist eine sehr ruhige Wohngegend. Die Mühle steht etwa in der Mitte zwischen dem Wilhelmsburger Inselpark und dem Naturschutzgebiet Rhee, die jeweils nur etwa 2km Fußweg entfernt sind. Sie möchten noch mehr Mühlen besichtigen? Die Mühle ist inzwischen auch Startpunkt der Hamburger Mühlenstraße.

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