KIEZ BEI TAG UND NACHT

St. Pauli wacht nicht erst am Abend auf

Tagsüber hört ihr auf St. Pauli das Rumpeln der U3, seht geschlossene Clubtüren, Nachbarschaft, Theaterfassaden und den Hafen am Ende der Straße. Abends gehen die Lichter an, Musik dringt aus den Seitenstraßen und die Reeperbahn übernimmt die Hauptrolle. Wer beide Seiten erlebt, versteht schnell: St. Pauli ist kein Vergnügungspark, sondern ein ziemlich eigenwilliger Stadtteil mit Alltag, Geschichte und langer Nacht.

GUT ZU WISSEN

St. Pauli kann deutlich mehr als Nachtleben

Tagsüber lassen sich Architektur, Musikgeschichte, Hafenstraße und die ruhigeren Seiten des Viertels besser entdecken.

Am Abend öffnen Theater, Clubs, Bars und viele weitere Unterhaltungsangebote rund um Reeperbahn und Spielbudenplatz.

Der Spielbudenplatz ist bereits seit 1795 mit Unterhaltung, Schaustellern und öffentlichen Veranstaltungen verbunden.

Rund um Reeperbahn und Hans-Albers-Platz gilt ein Waffenverbot. Kontrollen durch die Polizei sind möglich.

Sexarbeit gehört zur Realität des Viertels. Fotografiert oder filmt keine Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter, Gäste oder sensiblen Eingangsbereiche.

ST. PAULI KOMPAKT

Das Wichtigste für euren Kiezbesuch

St. Pauli reicht weit über die Reeperbahn hinaus. Zwischen Millerntor, Heiligengeistfeld, Spielbudenplatz, Hafenstraße und Großer Freiheit liegen Sport, Theater, Musikgeschichte, politische Vergangenheit und eines der bekanntesten Nachtviertel Deutschlands.

LAGE

Zwischen Hamburger Innenstadt, Schanze, Altona und der Elbe

CHARAKTER

Direkt, widersprüchlich, kreativ, laut und abseits der Hauptstraßen überraschend nachbarschaftlich

ZEIT EINPLANEN

Zwei bis drei Stunden tagsüber, einen zusätzlichen Abend für Theater, Führung, Bars oder Clubs

GUT FÜR

Musikfans, Nachtschwärmer, Geschichtsinteressierte, Theaterbesucher und neugierige Stadtentdecker

ANREISE

Mit der U3 bis St. Pauli oder mit der S-Bahn bis Reeperbahn

KOMBINIERBAR MIT

Landungsbrücken, Fischmarkt, Schanzenviertel, Hamburger DOM und einem Spaziergang an der Elbe

KIEZ MIT GESCHICHTEN

St. Pauli geführt und aus neuen Blickwinkeln erleben

Eine gute Kiezführung zeigt euch nicht nur bekannte Fassaden, sondern erklärt die Übergänge zwischen Theater, Musik, Sexarbeit, Kneipenkultur und Nachbarschaft. Tagsüber warten Panoptikum und Bunker, am Abend übernehmen Reeperbahn und Seitenstraßen.

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Bunkerführung St. Pauli

Geschichte, Dachgarten und Aussicht über St. Pauli

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Lust & Laster Reeperbahn-Tour

Vom Millerntorplatz durch den Kiez bis zur Großen Freiheit

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Stadtrundfahrt Linie A – Hamburg im roten Doppeldecker

Hop-on-Hop-off mit 20 Haltestellen und Hamburg-Blick aus dem Oberdeck

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St. Pauli Kieztour

Reeperbahn, Rotlicht, Stadtteilgeschichte und ein Kneipenstopp – erzählt von Leuten, die hier wohnen

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St. Pauli Krimitour

Echte Kriminalfälle, historische Tatorte und zwei Stunden ziemlich dunkle Kiezgeschichte

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St. Pauli Queertour

Queere Geschichte zwischen Stolpersteinen, Tanzflächen und Widerstand

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St. Pauli Reeperbahn Tour

Red-light history, music landmarks and neighbourhood life – explained by people who live here

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Satt Pauli

Kulinarischer Stadtteilrundgang mit Probierstopps und Kiezgeschichte

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St. Pauli Biertour

Mindestens sechs Probierbiere zwischen Craftbeer, Eckkneipe und Kiezgeschichte

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KIEZKLASSIKER

Sehenswürdigkeiten zwischen Millerntor und Großer Freiheit

Die bekanntesten Orte liegen dicht beieinander, erzählen aber sehr unterschiedliche Geschichten. Theatertradition, Polizeialltag, Beatles-Jahre, Hafenblick und Nachtleben lassen sich bequem zu Fuß verbinden.

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Herbertstraße Hamburg

Sexarbeit, Abschirmung und ein schwieriges Stück Hamburger Stadtgeschichte

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Grüner Bunker St. Pauli

560 Meter Bergpfad, Dachgarten und Hamburgblick auf 58 Metern

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Karoviertel

Kleine Läden, Cafés und viel Viertelgeschichte zwischen Messe, Schanze und St. Pauli

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Schanzenviertel

Zwischen Roter Flora, Schulterblatt und Wasserturm diskutiert Hamburg bei Kaffee, Bier und Gegenwind.

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AKTUELL VOR ORT

Veranstaltungen auf St. Pauli

Konzerte, Märkte, Festivals und besondere Termine: Diese Veranstaltungen sind dem Bereich zugeordnet und werden automatisch nach ihrem Startdatum aktualisiert.

MEHR ALS NEONLICHT

Warum ihr St. Pauli zweimal besuchen solltet

Tagsüber wirkt die Reeperbahn zunächst beinahe nüchtern. Lieferwagen stehen vor Theatern, Clubs schlafen hinter geschlossenen Türen und auf dem Spielbudenplatz kreuzen sich Nachbarschaft, Besucher und ganz normaler Stadtverkehr. Genau dann erkennt ihr Details, die nachts im Neonlicht verschwinden.

Der Spielbudenplatz steht seit dem späten 18. Jahrhundert für Unterhaltung. Das St. Pauli Theater spielt hier seit 1841, das Panoptikum zeigt seit 1879 Wachsfiguren und auch die heutigen Theater knüpfen an eine lange Geschichte zwischen Volkstheater, Varieté und Vergnügungsbetrieb an.

Weiter westlich erinnert der Beatles-Platz an die frühen Hamburger Jahre der Band. Ab 1960 spielten die damals noch weitgehend unbekannten Musiker in Clubs rund um die Große Freiheit. Hamburg war nicht ihre Heimat, aber ein ziemlich intensives Trainingslager.

Südlich der Reeperbahn verändert sich das Viertel erneut. Rund um Davidstraße, Hans-Albers-Platz und Hafenstraße treffen Nachtleben, Sexarbeit, Wohnhäuser und politische Stadtteilgeschichte aufeinander. Am Parc Fiction öffnet sich schließlich der Blick zum Hafen.

Abends werden die Übergänge lauter. Theaterpublikum mischt sich mit Clubgästen, Reisegruppen, Beschäftigten und Menschen aus dem Viertel. St. Pauli ist dann keine sauber inszenierte Kulisse, sondern ein eng genutzter Stadtraum. Wer das respektiert, erlebt deutlich mehr als eine Straße mit Leuchtreklame.

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VOM TAG IN DIE NACHT

Ein Rundgang durch beide Seiten von St. Pauli

Beginnt am späten Nachmittag. So erlebt ihr den Stadtteil zunächst bei Tageslicht und seht anschließend, wie Spielbudenplatz, Reeperbahn und Große Freiheit langsam in den Abend wechseln. Ohne Einkehr benötigt ihr etwa zwei Stunden. Dass es dabei bleibt, können wir nicht versprechen.

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Start am Grünen Bunker und Millerntor

Beginnt am Heiligengeistfeld. Der begrünte Bunker und das Millerntor-Stadion zeigen zwei wichtige Seiten des Viertels: sichtbare Geschichte und eine Fußballkultur, die weit über 90 Minuten hinausreicht.

2

Spielbudenplatz und Theater

Geht weiter zum östlichen Beginn der Reeperbahn. Rund um den Spielbudenplatz liegen Panoptikum, St. Pauli Theater, Schmidt Theater, Schmidts Tivoli und das Operettenhaus. Tagsüber erkennt ihr die unterschiedlichen Fassaden, abends füllen sich Plätze und Eingänge.

3

Davidwache und Davidstraße

An der Ecke Spielbudenplatz und Davidstraße steht seit 1914 das heutige Gebäude der Davidwache. Lauft anschließend durch die umliegenden Straßen, aber behandelt Sexarbeit, Bewohner und Beschäftigte nicht wie eine touristische Ausstellung. Kamera aus und Respekt an.

4

Hafenstraße und Parc Fiction

Geht hinunter Richtung Elbe. Die Hafenstraße steht für politische Konflikte, alternative Kultur und Wohnungsfragen. Am Parc Fiction könnt ihr zwischen künstlichen Palmen und dem „Fliegenden Teppich“ auf den Hafen schauen.

5

Hans-Albers-Platz und Hamburger Berg

Zurück auf dem Kiez wird es langsam lauter. Rund um Hans-Albers-Platz und Hamburger Berg liegen viele Bars und Kneipen dicht nebeneinander. Tagsüber wirkt das kompakt, abends eher wie ein Klassentreffen ohne Klassenlehrer.

6

Beatles-Platz und Große Freiheit

Beendet den Rundgang am Beatles-Platz. Von hier führt die Große Freiheit zu Clubs und früheren Auftrittsorten der Beatles. Sobald die Leuchtreklamen angehen, beginnt jene St.-Pauli-Schicht, für die viele Besucher überhaupt erst gekommen sind.

PRAKTISCH GEDACHT

Sechs Tipps für Tag und Abend

St. Pauli ist unkompliziert zu erreichen, aber kein Ort für komplett ausgeschaltete Aufmerksamkeit. Ein fester Treffpunkt, respektvolles Verhalten und ein grober Abendplan ersparen euch unnötiges Kiezdrama.

SPÄTNACHMITTAGS STARTEN

Beginnt euren Rundgang bei Tageslicht und bleibt bis zum Abend. Der Wechsel zeigt euch den Stadtteil besser als ein reiner Nachtbesuch.

TREFFPUNKT FESTLEGEN

Reeperbahn und Seitenstraßen werden am Wochenende sehr voll. Vereinbart einen festen Treffpunkt, falls eure Gruppe zwischen Ampel, Bar und „ich war nur ganz kurz weg“ auseinandergerät.

FOTOS MIT RESPEKT

Fotografiert keine Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter, Gäste oder sensiblen Eingänge. Rund um Herbertstraße und Rotlichtbetriebe bleibt das Handy am besten in der Tasche.

WERTSACHEN IM BLICK

Wie in jedem stark besuchten Nachtviertel solltet ihr Taschen schließen, Wertsachen körpernah tragen und Getränke nicht unbeaufsichtigt stehen lassen.

VERANSTALTUNGEN PRÜFEN

Konzerte, Fußballspiele, Märkte und Großveranstaltungen können den Stadtteil deutlich voller machen. Prüft vor eurem Besuch, was am jeweiligen Tag stattfindet.

MIT KINDERN

Tagsüber funktionieren Spielbudenplatz, Panoptikum, Bunker und Hafenrand auch mit älteren Kindern. Am Abend werden Reeperbahn und Seitenstraßen deutlich erwachsener, voller und lauter.

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Mick von Hamburg Tourist.info
MICKS INSIDER-TIPP

St. Pauli ist ein Stadtteil und keine Partydekoration

Viele kommen abends auf die Reeperbahn, laufen einmal vom Spielbudenplatz zur Großen Freiheit und glauben danach, St. Pauli gesehen zu haben. Sie haben den Kiez gesehen. Das ist nicht ganz dasselbe.

Kommt vorher bei Tageslicht. Lauft durch die Seitenstraßen, geht zur Hafenstraße und setzt euch am Parc Fiction mit Blick auf die Elbe. Dort merkt ihr, dass Menschen auf St. Pauli wohnen, arbeiten, ihre Kinder zur Schule bringen und sich gelegentlich über Besucher ärgern, die den Gehweg für eine Junggesellenabschieds-Bühne halten.

Wenn es dunkel wird, könnt ihr immer noch feiern, ins Theater gehen oder euch führen lassen. Aber ihr nehmt dann einen anderen Blick mit. St. Pauli funktioniert am besten, wenn ihr nicht nur fragt, wo etwas los ist, sondern auch, warum dieser Stadtteil so geworden ist.

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HÄUFIG GEFRAGT

Fragen zu St. Pauli bei Tag und Nacht

Lohnt sich St. Pauli auch tagsüber?

Ja. Tagsüber könnt ihr Spielbudenplatz, Theaterfassaden, Beatles-Platz, Davidwache, Hafenstraße und Parc Fiction in Ruhe entdecken. Viele historische und nachbarschaftliche Details sind dann besser erkennbar.

Was kann man abends auf St. Pauli machen?

Abends öffnen Theater, Shows, Clubs, Bars und Musikspielstätten. Zusätzlich werden geführte Reeperbahn- und Kieztouren angeboten. Aktuelle Programme und Termine findet ihr im Veranstaltungsbereich.

Ist St. Pauli nur ein Rotlichtviertel?

Nein. Sexarbeit gehört zur Geschichte und Gegenwart des Kiezes, ist aber nur ein Teil des Stadtteils. St. Pauli steht ebenso für Theater, Musik, Fußball, politische Kultur, Hafenbezug und ein dicht bewohntes Viertel.

Ist die Reeperbahn gefährlich?

Für die meisten Besucher ist die Reeperbahn ein normaler, sehr belebter Ausgehbereich. Bleibt aufmerksam, achtet auf Wertsachen und Getränke, respektiert persönliche Grenzen und entfernt euch aus Situationen, die unangenehm werden.

Kann man St. Pauli mit Kindern besuchen?

Tagsüber sind verschiedene Orte auch für Familien geeignet, darunter Panoptikum, Spielbudenplatz, der Grüne Bunker und der Hafenrand. Abends sind viele Bereiche deutlich stärker auf erwachsene Besucher ausgerichtet.

Darf man auf der Reeperbahn fotografieren?

Straßen, Plätze und Architektur könnt ihr grundsätzlich fotografieren. Bei Sexarbeit, Rotlichtbetrieben und erkennbaren Personen ist Zurückhaltung erforderlich. Besonders rund um Herbertstraße und entsprechende Eingänge solltet ihr nicht fotografieren oder filmen.

Wie viel Zeit sollte man für St. Pauli einplanen?

Für einen Rundgang am Tag reichen etwa zwei bis drei Stunden. Wenn ihr zusätzlich eine Führung, ein Theater, eine Show oder das Nachtleben erleben möchtet, solltet ihr einen ganzen Nachmittag und Abend einplanen.

Wie kommt man am besten nach St. Pauli?

Für den östlichen Bereich eignet sich die U3-Station St. Pauli. Für Beatles-Platz, Große Freiheit und den westlichen Teil ist die S-Bahn-Station Reeperbahn praktisch.

ST. PAULI RICHTIG ERLEBEN

Erst hinschauen, dann ausgehen

St. Pauli verändert sich mit der Uhrzeit. Tagsüber stehen Geschichte, Nachbarschaft und die vielen kleinen Details im Vordergrund. Abends kommen Theaterlicht, Musik, Bars und das dichte Gedränge der Reeperbahn hinzu.

Nehmt euch Zeit für beide Seiten. Lauft nicht nur die bekannte Hauptstraße entlang, sondern geht zur Hafenstraße, schaut über die Elbe und achtet auf die Geschichten hinter den Fassaden. Danach dürft ihr euch immer noch ins Nachtleben werfen. Ihr wisst dann wenigstens, wo ihr da eigentlich gelandet seid.

DIREKT NEBENAN

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