Zwischen Hafenrand und Kiez: Parc Fiction ist Hamburgs kleinster „Urlaub“, mit Palmenblick auf Elbe und dicker Portion St. Pauli

Parc Fiction ist der Name, den alle benutzen: Offiziell heißt die Grünfläche Antonipark – ein kleiner, künstlerisch gestalteter öffentlicher Park am Hafenrand mit richtig gutem Ausblick auf die Elbe und den Hamburger Hafen. 

Das Ding ist kein „normaler Park“, sondern ein Stück Urban Art / Stadtteil-Wunschproduktion: Mit ikonischen Elementen wie künstlichen Palmen, der Teeinsel und dem „Fliegenden Teppich“ (wellenförmige Rasenfläche). 

Entstanden ist das Ganze aus dem Kunst- und Nachbarschaftsprojekt Park Fiction, das seit 1995 an diesem Ort geplant wurde und in August 2005 eröffnet wurde. 

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Das Wichtigste in 30 Sekunden

Warum es sich lohnt?

Weil Parc Fiction diese seltene Kombi kann: Kiez im Rücken, Hafenblick vorn und dazwischen ein Park, der mit Absicht ein bisschen verrückt ist. Offiziell Antonipark, inoffiziell ein Stück St. Pauli-Selbstbehauptung. 

Und weil Ihr hier nicht nur „Grün“ bekommt, sondern ein echtes Kunst-und-Nachbarschaftsprojekt, das seit 1995 als „kollektive Wunschproduktion“ geplant wurde und 2005 eröffnet wurde: Das ist Stadtgeschichte zum Draufsetzen. 

Parc Fiction

So macht Ihr’s richtig

  • Kommt für den Blick: Stellt Euch gleich so hin, dass Elbe und Hamburger Hafen im Bild sind. Macht’s, weil genau dieser Hafenblick das größte Plus des Ortes ist. 

  • Checkt die Inseln ab: Geht einmal bewusst rüber zur Teeinsel, dann zum Fliegenden Teppich, dann zu den Palmen. Macht’s, weil Parc Fiction aus solchen „Inseln“ besteht und Ihr sonst nur „irgendeine Wiese“ mitnehmt. 

  • Picknick statt Hektik: Bringt Euch was Kleines zu trinken/knabbern mit und setzt Euch 15 Minuten hin. Macht’s, weil der Park genau für „kurz raus aus allem“ gebaut ist. 

  • ÖPNV schlau: Fahrt bis Reeperbahn (S1/S3) oder nehmt Bus 112 zur Hafentreppe. Macht’s, weil Ihr so ohne Parkplatz-Gerenne direkt in den Spot reinfallt. 

  • Nehmt den Bonus-Park mit: Latscht danach noch kurz rüber zu Schauermanns Park mit den Holzstegen. Macht’s, weil Ihr so aus einem Fotostopp einen runden Mini-Spaziergang macht. 

Skipper_Mick_Shaw

Micks Insider Tipp:

Wenn Ihr den Ort wirklich „Parc Fiction“ fühlen wollt: Guckt Euch einmal die Gestaltung wie ein kleines Kunstwerk an. Der Park wurde über Jahre als Nachbarschafts- und Kunstprojekt geplant (inklusive Planungscontainer-Idee) und ist nicht zufällig so schräg. Danach wirkt selbst der Hafenblick anders: Mehr „Stadt gehört allen“, weniger „nur Aussicht“.

Highlights vor Ort

Die Teeinsel ist der beste Sitz-und-Guck-Spot: Hafenblick und „kurz Pause drücken“ in einem. 

Die künstlichen Palmen sind das Wahrzeichen: Ein bisschen Tropen-Witz, sehr viel St. Pauli-Charakter. 

Der Fliegende Teppich ist eine geschwungene Rasenfläche: Super für Fotos, noch besser zum Rumliegen. 

Das bunte Spielfeld ist kein Standard-Bolzplatz: Das Tartanfeld gehört zur „viel Ausstattung auf kleinem Raum“-Idee. 

Direkt nebenan: Terrasse mit Holzstegen, dazu Rosen und Apfelbäume. 

Euer Besuchsplan: 30 / 60 / 120 Minuten

Praktische Infos zum Parc Fiction

Am Ende der Hafenstraße rund um Hafentreppe / Antonistraße: Genau da, wo St. Pauli Richtung Wasser aufmacht. 

Heißt offiziell Antonipark, der Name Park/Parc Fiction hat sich im Volksmund durchgesetzt. 

S1/S3 Reeperbahn oder Bus 112 Hafentreppe: Beides bringt Euch angenehm nah ran. 

Teeinsel, künstliche Palmen, Fliegender Teppich, Tartanfeld, Spiel-/Liegewiese und Hundewiese: Viel auf wenig Fläche. 

Öffentlicher Freiraum mit Hafenatmosphäre und ungewöhnlicher Gestaltung: Mehr „häng ab“, weniger „Programm abspulen“. 

Stand: 02.02.2026

FAQ Parc Fiction

„Park Fiction“ war der Name des Kunstprojekts, das den Park möglich gemacht hat. Offiziell heißt die Fläche Antonipark, aber der Projektname hat sich im Alltag festgesetzt. 

Das Projekt läuft seit 1995, eröffnet wurde der Park im August 2005. 

Ein gestaltetes Park-Element auf der Aussichtsterrasse: Einer der beliebtesten Plätze zum Sitzen und auf den Hafen schauen. 

Eine geschwungene Rasenfläche, die bewusst wie ein „Teppich“ inszeniert ist: Ein Signature-Feature des Parks. 

Es sind künstliche Palmen als Teil der fantasievollen Gestaltung: Ein Augenzwinkern mit St. Pauli-Attitüde. 

Ja, es gibt ein Spielfeld mit bunter Bodenbemalung, das tulpengemusterte Tartanfeld, plus Spiel- und Liegewiese. 

Ja, es gibt eine Hundewiese. 

Eher ein kompakter Aufenthalts-Spot: Viele Elemente sind zum Sitzen, Schauen, Chillen gedacht, nicht für lange Rundwege. 

Er liegt direkt angrenzend und bietet eine Terrasse mit Holzstegen sowie Rosen und Apfelbäumen: Perfekt als Ergänzung zum Parc-Fiction-Besuch.

ÖPNV ist am entspanntesten: S1/S3 Reeperbahn oder Bus 112 Hafentreppe. 

Der Park ist Ergebnis eines langen, nachbarschaftlich geprägten Kunst- und Planungsprozesses: Deshalb wirkt er eher wie ein begehbares Statement als wie „normales Grün“. 

Kurzfazit

Parc Fiction ist klein, aber maximal Hamburg: Hafenblick, St. Pauli-Vibe, Palmen aus der Fantasie und ein Park, der aus einem echten Stadtteil-Projekt entstanden ist. Wenn Ihr einen schnellen, charakterstarken Stop am Wasser wollt: Genau hier. 

Über den Autor

Mick Shaw - Hamburg Insider

Michael „Mick“ Shaw

Michael „Mick“ Shaw ist Hamburg-Insider, Schiffsführer im Hamburger Hafen und auf St. Pauli aufgewachsen. Seine Tipps entstehen aus echter Erfahrung zwischen Hafen, Kiez und den schönsten Ecken der Stadt.

Geboren auf St. Pauli – Barkassen Kapitän – Gastgeber im Kiez Garden St. Pauli

Bildernachweise / FotografInnen: Malte Klauck, Michael Sarnhof, Bilderwerk Hamburg, Shutterstock, Fotolia