Hier steht Hamburg am Wasser.
205 Meter Tuffstein, grüne Kuppeln und ein Hafen, der keine Pause kennt
Oben rumpelt die U3, unten steigt und fällt die Elbe, dazwischen stehen die Landungsbrücken und tun so, als wäre das alles ganz normal. Zwischen Tuffstein, grünen Kuppeln und beweglichen Brücken läuft der Hafen vorbei, ohne vorher anzuklopfen. Ihr könnt eine halbe Stunde gucken oder zwei Stunden bleiben. Beides fühlt sich vernünftig an.

Kurzinfos zur Sehenswürdigkeit
- Bereich
- Landungsbrücken
- Art
- Denkmalgeschütztes Hafenensemble, Promenade, historischer Schiffsanleger
- Zeit vor Ort
- 45 bis 90 Minuten; mit Altem Elbtunnel rund 2 Stunden
- Eintritt
- Rundgang kostenfrei; Hafenrundfahrten und Museumsschiffe kosten extra
- Gut für
- Hafenfans, Architekturfans, Fotografen, Familien und Hamburg-Neulinge
- Kombinierbar mit
- Alter Elbtunnel, Rickmer Rickmers, Cap San Diego, Hafenstraße, Fischmarkt, St. Pauli und Michel
Kohledampfer brauchten Abstand
Der erste Anleger wurde 1839 bewusst ein Stück vom damaligen Häusermeer entfernt eröffnet. Kohledampfer sollten dort laden und löschen, ohne dass jeder Funke gleich die Nachbarschaft beschäftigte. Zwischen 1907 und 1909 entstand das 205 Meter lange Abfertigungsgebäude aus hellem Tuffstein nach Plänen von Raabe & Wöhlecke; die Bauplastiken schuf Arthur Bock. Was heute wie eine ziemlich elegante Hafenkulisse aussieht, begann also mit einer sehr vernünftigen Sorge vor Feuer. Hamburg konnte Sicherheit schon damals repräsentativ bauen.

Warum es sich lohnt
An den Landungsbrücken liegt Hamburg in mehreren Ebenen übereinander: Bahn, Straße, Arkaden, bewegliche Brücken, Pontons und Elbe. Ihr seht historische Architektur und laufenden Hafenbetrieb gleichzeitig, ohne Eintritt und ohne festgelegte Route. Dazu kommen kurze Wege zum Alten Elbtunnel und zu zwei Museumsschiffen. Mehr Hafen passt kaum in einen Spaziergang, ohne dass ihr nasse Füße bekommt.
Die Highlights
- 205 Meter langes Abfertigungsgebäude aus Tuffstein
- Zwei Türme mit markanten grünen Kuppeln
- Pegelturm mit Uhr und Wasserstandsanzeige
- Glockenschlag zur vollen und halben Stunde
- Neun bewegliche Brücken zu den Pontons
- Wiederaufbau der Pontons von 1953 bis 1955
- Freier Blick auf Elbe, Hafen und Steinwerder
- Alter Elbtunnel direkt am westlichen Ende
Der Pegelturm kann mehr als Uhrzeit
Am östlichen Turm zeigt eine große Anzeige den Wasserstand der Norderelbe, während die Glocke zur vollen und halben Stunde schlägt. Unten gleichen schwimmende Pontons und bewegliche Zugänge die Tide aus. Das ist keine maritime Dekoration, sondern praktische Hafenarchitektur: Der Weg zum Wasser verändert seine Neigung, weil die Elbe ihren eigenen Tagesplan führt. Sie verschickt dazu keine Kalendereinladung.

Einmal längs, dann unter die Elbe
Beginnt am Pegelturm, geht durch die Durchgänge auf die Wasserseite und lauft langsam nach Westen. Zwischendurch lohnt sich der Blick zurück auf die lange Gebäudefront; erst aus dieser Richtung werden Türme, Kuppeln und Arkaden zu einem zusammenhängenden Bild. Am westlichen Ende steht bereits der Eingang zum Alten Elbtunnel. Wer noch Zeit und Beine hat, geht durch die 426 Meter lange Röhre bis Steinwerder und schaut von dort auf die Hamburger Silhouette. Der Rückweg ist derselbe, der Blick nicht.

So macht ihr mehr daraus
Bleibt morgens kurz auf der Fußgängerbrücke zwischen Bahnhof und Abfertigungsgebäude stehen. Von oben liegen grüne Kuppeln, Pontons und Hafen in einem Bild – unten merken die meisten erst später, dass sie mittendrin stehen.

Erst Hafen, dann Plan?
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Ob Hafenrundfahrt, Stadtrundfahrt, Rundgang oder eine Frage zur Tagesplanung: Im Ticketstore bekommt ihr persönliche Beratung und eine Auswahl an Hamburg-Tickets direkt vor Ort.
20457 Hamburg
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Kostet der Besuch der Landungsbrücken Eintritt?
Nein. Der Rundgang entlang des Gebäudes und durch die öffentlich zugänglichen Bereiche kostet keinen Eintritt. Gastronomie, Museumsschiffe und Hafenrundfahrten haben eigene Preise und Zeiten.
Wann wurden die Landungsbrücken gebaut?
Der erste Schiffsanleger wurde 1839 eröffnet. Das repräsentative Abfertigungsgebäude entstand von 1907 bis 1909. Nach den Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wurden die heutigen Pontons zwischen 1953 und 1955 neu gebaut.
Wie viel Zeit sollte man für die Landungsbrücken einplanen?
Für Gebäude, Pegelturm, Pontons und einige längere Blicke auf die Elbe reichen meist 45 bis 90 Minuten. Zusammen mit einem Spaziergang durch den Alten Elbtunnel solltet ihr ungefähr zwei Stunden einplanen.
Was zeigt der Pegelturm an?
Der Turm zeigt neben der Uhrzeit auch den Pegelstand der Norderelbe. Seine Glocke erklingt zur vollen und halben Stunde. Damit liefert er Zeit und Tide an einer Fassade – platzsparender wird Hafenwissen selten.
Sind die Landungsbrücken barrierefrei?
Viele Wege am Gebäude und an der oberen Promenade sind stufenfrei erreichbar. Zu den schwimmenden Pontons führen bewegliche Zugänge, deren Neigung sich mit dem Wasserstand verändert. Prüft außerdem den aktuellen Aufzugsstatus der U- und S-Bahn-Station vor dem Besuch.
Die Landungsbrücken sind kein stilles Denkmal. Sie läuten, schwimmen, verbinden und geben Hamburg an der Elbe eine 205 Meter lange Vorderkante. Kommt wegen des Blicks, bleibt wegen der Bewegung und geht am Ende noch ein Stück weiter als geplant. Das passiert hier auffällig oft.
Redaktionell geprüft von Hamburg Tourist.info
Dieser Beitrag wurde von Hamburg Tourist.info redaktionell erstellt und geprüft. Die Informationen konzentrieren sich auf die Sehenswürdigkeit selbst, ihre Besonderheiten und ihre Bedeutung für Hamburg.