Wenn Hamburg mal ganz leise wird: Jüdischer Friedhof Altona – ein Ort der Stille, der mehr Geschichte trägt als manche ganze Straße
Der Jüdische Friedhof Altona (auch Königstraße) ist einer der bedeutendsten jüdischen Friedhöfe Europas: Er vereint einen sephardischen Teil (angelegt 1611) und einen aschkenasischen Teil (angelegt 1616) auf rund 1,9 Hektar.
Besuch ist grundsätzlich kostenfrei, Männer werden gebeten, eine Kopfbedeckung zu tragen.
Wichtig für Eure Planung: Saisonale Öffnungszeiten (z. B. April–September Di/Do 15–18 Uhr, So 14–17 Uhr; Oktober–18. Dezember Di/Do/So 14–17 Uhr) und eine Winterschließzeit.
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Das Wichtigste in 30 Sekunden
Warum es sich lohnt?
Weil Ihr hier keinen „Park-Spaziergang mit Steinen“ macht, sondern einen Ort erlebt, der seit dem 17. Jahrhundert jüdisches Leben in Hamburg/Altona dokumentiert – Sepharden und Aschkenasen an einem Platz, sichtbar in Sprache, Symbolik und Grabformen.
Und weil die Grabkunst wirklich hängen bleibt: Gerade die Unterschiede zwischen liegenden, oft reich gestalteten sephardischen Steinen und den stehenden aschkenasischen Grabsteinen erzählen ohne großes Theater eine Menge.

So macht Ihr’s richtig

Micks Insider Tipp:
Geht einmal bewusst auf „Detektiv im Stillen“: Sucht Euch zwei, drei Steine aus beiden Bereichen und vergleicht Form und Symbolik. Bei den aschkenasischen Steinen tauchen ikonische Zeichen auf (z. B. segnende Hände, Kanne, Schreibfeder-Motive), die wie kleine Hinweise auf Herkunft, Status oder Beruf wirken. Wenn Ihr das einmal seht, schaut Ihr nicht mehr nur auf „alt“, sondern auf Biografien.
Highlights vor Ort
Euer Besuchsplan: 30 / 60 / 120 Minuten
Praktische Infos zum Jüdischen Friedhof
Stand: 31.01.2026
FAQ Jüdischer Friedhof
Kurzfazit
Der Jüdische Friedhof Altona ist kein „Sehenswürdigkeit-to-go“, sondern ein Ort, den Ihr mit Ruhe besucht: 1611/1616, zwei jüdische Kulturen, starke Grabkunst und eine Atmosphäre, die ganz ohne Lautstärke beeindruckt.
Über den Autor

Michael „Mick“ Shaw
Michael „Mick“ Shaw ist Hamburg-Insider, Schiffsführer im Hamburger Hafen und auf St. Pauli aufgewachsen. Seine Tipps entstehen aus echter Erfahrung zwischen Hafen, Kiez und den schönsten Ecken der Stadt.
Geboren auf St. Pauli – Barkassen Kapitän – Gastgeber im Kiez Garden St. Pauli
Bildernachweise / FotografInnen: Malte Klauck, Michael Sarnhof, Bilderwerk Hamburg, Shutterstock, Fotolia








