Hier riecht Hamburg nach Kaufmann, Geschichte und großem Saal: Die Handelskammer ist hanseatisch bis in die Säulen

Die Handelskammer Hamburg ist die Industrie- und Handelskammer der Stadt und geht auf die am 19. Januar 1665 gegründete Commerz-Deputation zurück: Das ist Hamburgs Wirtschaftspolitik mit sehr langer Laufzeit.

Ihr sitzt heute im 1841 eingeweihten Börsengebäude (Neue Börse) am Adolphsplatz: Ein klassizistisches Haus, das den Großen Brand 1842 überstanden hat und bis heute „hanseatisch seriös“ ausstrahlt.

Für Besucher besonders spannend: die Commerzbibliothek (gegründet 1735, älteste wirtschaftswissenschaftliche Bibliothek der Welt) und die repräsentativen Säle wie Börsensaal und Commerzsaal.

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Das Wichtigste in 30 Sekunden

Warum es sich lohnt?

Weil Ihr hier Hamburgs Kaufmanns-DNA in einem Gebäude spürt: Die Institution reicht bis 1665 zurück, das Haus selbst steht als 1841 eingeweihte Neue Börse am Adolphsplatz und hat sogar den Brand von 1842 überlebt. 

Und weil es nicht nur „Verwaltung“ ist: Mit der Commerzbibliothek (1735) habt Ihr eine echte Besonderheit, die weit über Hamburg hinaus strahlt.

So macht Ihr’s richtig

  • Kommt für die Räume: Plant Euren Besuch so, dass Ihr mindestens Foyer und die großen Säle im Blick habt. Weil genau dort die hanseatische Pracht sitzt, die man auf Fotos nie ganz versteht. 

  • Nutzt den Denkmaltag: Wenn Ihr wirklich ins Gebäude „reinsehen“ wollt, peilt den Tag des offenen Denkmals an. Weil es dann erfahrungsgemäß Führungen gibt und Ihr nicht nur vor der Fassade steht. 

  • Commerzbibliothek einbauen: Nehmt Euch bewusst Zeit für die Commerzbibliothek. Weil „1735 gegründet“ nicht nur nett klingt, sondern eine echte Welt-Besonderheit ist. 

  • Historie im Kopf behalten: Merkt Euch zwei Jahreszahlen: 1665 (Ursprung) und 1841 (Gebäude). Weil Ihr damit jeden Raum direkt einordnen könnt, ohne in Allgemeinplätzen zu versinken. 

  • Koppelt es mit Börse/Rathaus-Vibe: Plant den Besuch als „Innenstadt-Spot“ rund um Börse und Rathausumfeld. Weil die Lage genau dieses alte Hamburg-Gefühl liefert: Geschäfte, Geschichte, großes Haus. 

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Micks Insider Tipp:

Wenn Ihr die Handelskammer nicht nur „gesehen“, sondern verstanden haben wollt: Geht rein mit dem Gedanken „Das ist die Neue Börse“ und nicht nur „ein Behördenhaus“. Das Gebäude war und ist eng mit der Hamburger Börsengeschichte verbunden, und genau diese Mischung aus Handelsplatz und Institution macht den Ort so besonders.

Highlights vor Ort

Das 1841 eingeweihte Börsengebäude ist klassizistisch und wirkt wie ein hanseatischer Anzug in Stein: Zeitlos, streng, beeindruckend. 

Der Börsensaal ist der große Wow-Raum im Haus: Repräsentativ, hoch, und genau das Gegenteil von „nur Büro“. 

Der Commerzsaal gehört zu den repräsentativen Veranstaltungsräumen: Hamburg macht hier Business nicht nur sachlich, sondern auch feierlich. 

Gegründet 1735, öffentlich zugänglich und fachlich auf Wirtschaft, Recht und verwandte Bereiche spezialisiert: Ein echtes Hamburg-Unikat. 

Die Neue Börse überstand den Brand 1842 und ist denkmalgeschichtlich ein Schwergewicht in der Innenstadt. 

Euer Besuchsplan: 30 / 60 / 120 Minuten

Praktische Infos zur Handelskammer / Börse

Standort am Adolphsplatz 1: Direkt Innenstadt, sehr gut als Zwischenstopp im City-Programm. 

Regulär geöffnet: Mo–Do 09:00–16:00, Fr 09:00–15:00. 

Die Bibliothek ist öffentlich zugänglich und hat eigene Öffnungszeiten: Ideal, wenn Ihr mehr als nur „schöne Fassade“ wollt. 

Für mehr „Innenleben“ lohnt sich ein Besuch, wenn Aktionen oder Führungen stattfinden: Besonders rund um Denkmaltage gibt’s Chancen auf Haus-Einblicke. 

Das Haus ist primär Arbeitsort der Wirtschaft: Rechnet mit seriöser Atmosphäre und nutzt die Highlights gezielt. 

Stand: 30.01.2026

FAQ Handelskammer Hamburg

Nein, sie ist die Industrie- und Handelskammer der Stadt: Also Institution und Arbeitsort, kein klassisches Museum. 

Der Ursprung liegt in der am 19. Januar 1665 gegründeten Commerz-Deputation. 

So wird das Börsengebäude bezeichnet, das 1841 eingeweiht wurde und heute Sitz der Handelskammer ist. 

Ja, das klassizistische Gebäude überstand den Brand 1842 und gehört denkmalgeschichtlich zu den wichtigen Innenstadtbauten. 

Teile des Hauses sind im Rahmen der Öffnung des Börsengebäudes zugänglich, und besondere Einblicke gibt es teils bei Führungen/Veranstaltungen. 

Eine öffentlich zugängliche Bibliothek mit wirtschaftswissenschaftlichem Schwerpunkt, gegründet 1735. 

Sie gilt als älteste wirtschaftswissenschaftliche Bibliothek der Welt: Das ist international ziemlich selten. 

Repräsentative Säle im Gebäudeensemble, die u. a. für Veranstaltungen genutzt werden: Große Räume, großer Auftritt. 

Es gibt immer wieder kostenlose Führungen zu bestimmten Anlässen, zum Beispiel rund um Denkmaltage. 

Für „sehen und wirken lassen“ reichen 30 Minuten, mit Bibliothek und Architektur eher 60–90 Minuten, mit Führung 120 Minuten. 

Kurzfazit

Die Handelskammer ist Hamburgs hanseatisches „Business-Gedächtnis“: Ursprung 1665, Sitz im 1841 eingeweihten Börsengebäude, dazu die Commerzbibliothek von 1735 als echtes Unikat. Wenn Ihr auf Orte steht, die nicht schreien müssen, um wichtig zu sein: Genau Euer Ding. 

Über den Autor

Mick Shaw - Hamburg Insider

Michael „Mick“ Shaw

Michael „Mick“ Shaw ist Hamburg-Insider, Schiffsführer im Hamburger Hafen und auf St. Pauli aufgewachsen. Seine Tipps entstehen aus echter Erfahrung zwischen Hafen, Kiez und den schönsten Ecken der Stadt.

Geboren auf St. Pauli – Barkassen Kapitän – Gastgeber im Kiez Garden St. Pauli

Bildernachweise / FotografInnen: Malte Klauck, Michael Sarnhof, Bilderwerk Hamburg, Shutterstock, Fotolia