Hamburg wechselt die Elbseite

Einmal unter der Elbe durch – und Hamburg liegt vor euch

Kostenloser Hafenblick vom Bornsteinplatz am südlichen Ausgang des Alten Elbtunnels

Erst geht es 426,5 Meter unter der Elbe hindurch, dann steht ihr am anderen Ufer und schaut direkt auf die Landungsbrücken. Der Aussichtspunkt Steinwerder braucht weder Turm noch gläserne Plattform: Elbe, Michel, Stintfang und vorbeiziehende Schiffe übernehmen das Programm. Besonders schön wird es, wenn die Sonne langsam hinter der Stadt verschwindet und Hamburg für einen Moment so tut, als wäre es ausschließlich für Postkarten gebaut worden.

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Kurzinfos zur Sehenswürdigkeit

Bereich
Elbinsel (Veddel & Wilhelmburg)
Art
Aussichtspunkt, Hafenpanorama, Fotospot, Elbufer
Zeit vor Ort
15 bis 30 Minuten, mit Hin- und Rückweg durch den Alten Elbtunnel etwa 45 bis 60
Eintritt
Kostenfrei
Gut für
Hafenfans, Fotografie, Schiffe beobachten, Sonnenuntergang, kurze Spaziergänge
Kombinierbar mit
Alter Elbtunnel, Landungsbrücken, Stintfang, Rickmer Rickmers, Cap San Diego

426,5 Meter Tunnel für einen Perspektivwechsel

Der schönste Weg zum Aussichtspunkt beginnt an den Landungsbrücken. Dort steigt ihr in den Alten Elbtunnel hinab, geht unter dem Fluss hindurch und kommt am südlichen Ausgang in Steinwerder wieder ans Tageslicht. Ein paar Schritte nach links liegt der Bornsteinplatz mit seinem freien Blick über die Norderelbe.

Plötzlich befinden sich die Landungsbrücken nicht mehr unter euren Füßen, sondern auf der gegenüberliegenden Seite. Darüber steigen Stintfang und Michel auf, davor fahren Fähren, Barkassen, Schlepper und gelegentlich deutlich größere Pötte durchs Bild. Hamburg macht hier also ziemlich viel her, obwohl der Aussichtspunkt selbst angenehm wenig Aufhebens um sich macht.

Wer nicht durch den Tunnel gehen möchte, kann je nach Wochentag und aktuellem Fahrplan auch die HADAG-Linie 75 zwischen Landungsbrücken und Steinwerder nutzen. Für die spontane Planung bleibt der Tunnel jedoch der verlässlichere und ehrlich gesagt auch eindrucksvollere Zugang.

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Darum geht’s

Warum es sich lohnt

Der Aussichtspunkt zeigt euch Hamburg aus einer Perspektive, die viele Besucher trotz ihrer Nähe zu den Landungsbrücken verpassen. Ihr bekommt Stadtpanorama, Schiffsverkehr und einen Spaziergang durch den Alten Elbtunnel in einem kleinen Ausflug – kostenlos und ohne vorher einen Zeitslot, ein Ticket oder eine besonders windfeste Kreditkarte organisieren zu müssen.

Auf einen Blick

Die Highlights

  • Blick über die Elbe auf Landungsbrücken und Stintfang
  • Michel und Hamburger Stadtsilhouette im Hintergrund
  • Schiffsverkehr direkt vor der Aussichtskante
  • Unmittelbar am südlichen Ausgang des Alten Elbtunnels
  • Kostenfrei und grundsätzlich rund um die Uhr erreichbar
  • Besonders stimmungsvoll am späten Nachmittag und Abend
  • Bornsteinplatz mit Geschichte der Hamburger Tunnelmedizin

Landungsbrücken frontal, Hafenbetrieb im Vordergrund

Der Aussichtspunkt liegt nicht hoch über der Elbe. Genau das macht seinen Reiz aus. Ihr steht nah am Wasser, hört Schiffsmotoren und seht die Fähren beinahe auf Augenhöhe vorbeiziehen. Auf der anderen Seite wirken die Landungsbrücken plötzlich wie eine durchgehende Theaterkulisse – nur dass die Darsteller hier nicht verbeugen, sondern hupen.

Bei klarer Sicht reicht der Blick vom markanten Uhrturm der Landungsbrücken über den Stintfang bis zum Michel und zu weiteren Teilen der Hamburger Stadtsilhouette. Dazwischen verändert jedes vorbeifahrende Schiff das Bild. Wer fotografiert, muss deshalb nicht lange nach einem Vordergrund suchen. Der Vordergrund kommt meistens von allein vorbeigefahren.

Am schönsten ist es am späten Nachmittag oder rund um den Sonnenuntergang. Dann fällt das Licht von Westen auf die Stadtseite und spiegelt sich auf der Elbe. Der Platz ist allerdings ungeschützt: Wind und Hamburger Wetter dürfen ebenfalls mit aufs Foto.

Der Bornsteinplatz erinnert an zwei Tunnelärzte

Der Aussichtspunkt liegt auf dem Bornsteinplatz. Seit 2016 erinnert der Name an das Ärzteehepaar Olga Adele und Arthur Bornstein. Beide wurden 1909 als Druckluftärzte zur Baustelle des St. Pauli Elbtunnels berufen und beschäftigten sich mit der sogenannten Caissonkrankheit, die bei Arbeiten unter erhöhtem Luftdruck auftreten konnte.

Mit sorgfältigen Untersuchungen und Behandlungen in der Druckkammer halfen sie, zahlreiche Tunnelarbeiter vor dauerhaften gesundheitlichen Schäden zu bewahren. Der Ort erzählt damit nicht nur von schönen Aussichten, sondern auch von den Menschen, die den Weg unter der Elbe überhaupt möglich machten.

Das passt erstaunlich gut zu Steinwerder: Auf den ersten Blick gibt es Hafenanlagen, Technik und viel Beton. Wer genauer hinschaut, entdeckt dahinter Geschichten, die auf der gegenüberliegenden Postkartenseite leicht übersehen werden.

Micks Insider-Tipp

So macht ihr mehr daraus

Kommt etwa eine halbe Stunde vor Sonnenuntergang und wartet mit dem Foto, bis eine Fähre durchs Bild fährt. Ohne Schiff sieht Hamburg von hier fast verdächtig ordentlich aus.

Mick von Hamburg Tourist.info
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Kurz geklärt

Häufige Fragen

Was sieht man vom Aussichtspunkt Steinwerder?

Ihr blickt über die Norderelbe auf die Landungsbrücken, den Stintfang, den Michel und Teile der Hamburger Stadtsilhouette. Direkt vor euch fahren Fähren, Barkassen, Schlepper und größere Hafenschiffe vorbei.

Wie komme ich zum Aussichtspunkt Steinwerder?

Der schönste Weg führt von den Landungsbrücken zu Fuß durch den Alten Elbtunnel. Am südlichen Ausgang geht ihr wenige Schritte nach links zum Bornsteinplatz. Alternativ verkehrt die HADAG-Linie 75 je nach aktuellem Fahrplan zwischen Landungsbrücken und Steinwerder.

Ist der Aussichtspunkt Steinwerder kostenfrei und jederzeit zugänglich?

Der Aussichtspunkt kostet keinen Eintritt und ist grundsätzlich rund um die Uhr erreichbar. Auch der Alte Elbtunnel ist für Fußgänger und Radfahrer normalerweise Tag und Nacht geöffnet. Eine feste Ausnahme ist die Silvesternacht: Der Tunnel wird vom 31. Dezember um 21 Uhr bis zum 1. Januar um 4 Uhr geschlossen. Vorübergehende Sperrungen durch Arbeiten sind möglich.

Wann ist die beste Zeit für den Aussichtspunkt Steinwerder?

Besonders schön ist der Blick am späten Nachmittag und rund um den Sonnenuntergang. Dann fällt das Licht auf die Stadtseite und spiegelt sich auf der Elbe. Für schärfere Fotos und weniger Gegenlicht eignet sich häufig auch der Vormittag.

Ist der Aussichtspunkt Steinwerder barrierefrei erreichbar?

Der Weg durch den Alten Elbtunnel ist laut Hamburg Port Authority grundsätzlich barrierefrei. Gläserne Personenaufzüge stehen normalerweise rund um die Uhr zur Verfügung, während die großen Lastenaufzüge feste Betriebszeiten haben. Vor dem Besuch empfiehlt sich ein Blick auf aktuelle Hinweise zu möglichen Aufzugsausfällen. Die HADAG-Linie 75 ist für Rollstühle keine geeignete Alternative, da der Anleger Steinwerder nur über Treppen erreichbar ist.

Unser Fazit

Der Aussichtspunkt Steinwerder ist keine spektakuläre Dachterrasse und kein Grund für eine eigene Hamburg-Reise. Als Abschluss eines Spaziergangs durch den Alten Elbtunnel ist er dagegen ziemlich großartig: kostenlos, maritim und weit genug von den Landungsbrücken entfernt, um sie endlich einmal komplett anschauen zu können. Lehnt euch ans Geländer, wartet auf das nächste Schiff – Hamburg erledigt den Rest.

Zuletzt aktualisiert

Redaktionell geprüft von Hamburg Tourist.info

Dieser Beitrag wurde von Hamburg Tourist.info redaktionell erstellt und geprüft. Die Informationen konzentrieren sich auf die Sehenswürdigkeit selbst, ihre Besonderheiten und ihre Bedeutung für Hamburg.

Bildernachweis
  • Alle Bilder: © HTI