Ein Rathaus wie ein Hafenpalast: Am Platz der Republik treffen Kollegiensaal, Bezirksamt und Altona-Geschichte aufeinander

Das Altonaer Rathaus (auch Neues Altonaer Rathaus) steht am Platz der Republik 1 und war ursprünglich ein Bahnhofsgebäude: Es wurde 1844 als Bahnhof der Ostseebahn Altona–Kiel eröffnet (Entwurf: Oskar Winkler). 

Ab 1891 wurde es nach Plänen von Joseph Brix und Emil Brandt zum Rathaus umgebaut, 1898 eingeweiht, im Zweiten Weltkrieg teilweise zerstört und später wiederaufgebaut. 

Heute ist es Sitz des Bezirksamts Altona; der Kollegiensaal ist der bekannte Sitzungssaal (u. a. für die Bezirksversammlung) und im Gebäude befindet sich auch das Standesamt – deshalb ist es ein beliebter Ort zum Heiraten. 

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Das Wichtigste in 30 Sekunden

Warum es sich lohnt

Weil das Altonaer Rathaus ein selten guter Mix ist: Architektur mit Ansage, dazu echte Stadtgeschichte (vom Bahnhof 1844 zum Rathaus 1898) und innen ein Kollegiensaal, der nicht nur „Deko“ ist, sondern bis heute genutzt wird. 

Und weil Ihr hier Altona sofort versteht: ein bisschen eigenständig, ein bisschen stolz, und immer mit Blick Richtung „wir machen das auf unsere Art“.

Rathaus Altona Innen

So macht Ihr’s richtig

  • Schaut Euch erst die Fassade an: Nehmt Euch zwei Minuten für die Front und die Giebelreliefs. Weil Ihr sonst am besten Detail vorbeilauft und Euch später ärgert. 

  • Plant den Innenblick schlau: Wenn Ihr reinwollt, zielt auf Momente, in denen öffentlich getagt wird. Weil der Kollegiensaal das Herzstück ist und nicht dauerhaft wie ein Museum „auf“ steht. 

  • Nutzt die öffentliche Sitzung: Die Bezirksversammlung tagt in der Regel jeden vierten Donnerstag im Monat um 18:00 Uhr öffentlich im Kollegiensaal. Weil Ihr so gratis einen Blick ins Innere bekommt und nebenbei noch Altona-Live erlebt. 

  • Guckt nach oben, nicht nur geradeaus: Sucht im Kollegiensaal (wenn Ihr drin seid) nach den Dettmann-Wandgemälden. Weil die seit 2006 wieder hängen und Altonas Geschichte wie ein Bilderfilm erzählen. 

  • Kombiniert’s mit einem kleinen Altona-Block: Macht Rathaus + kurzer Spaziergang durchs Umfeld. Weil der Spot am Platz der Republik perfekt als Startpunkt funktioniert. 

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Micks Insider Tipp:

Wenn Ihr das Rathaus nicht nur „von außen hübsch“ abhaken wollt: Geht zu einer öffentlichen Sitzung der Bezirksversammlung im Kollegiensaal. Die tagt in der Regel jeden vierten Donnerstag im Monat um 18:00 Uhr öffentlich. Das ist der seltene Fall, wo Ihr einen historischen Saal, echte Lokalpolitik und (mit Glück) auch den Blick auf die Dettmann-Gemälde in einem Rutsch bekommt – ganz ohne Führungskorsett.

Highlights vor Ort

Die ehemalige Bahnhofsarchitektur (1844) macht das Gebäude so anders als typische Rathäuser: Mehr Grandezza, weniger Amtsstube. 

Der Kollegiensaal ist der Star im Inneren: Hier wurde für Verwaltung und Politik umgebaut und bis heute wird er genutzt. 

Restaurierte Wandgemälde von Ludwig Dettmann hängen seit 2006 wieder im Saal: Altona als Bildergeschichte. 

Die Reliefs am Giebel sind ein „kurz stehen bleiben“-Moment: Kunst am Verwaltungsbau, Altona-Style. 

Das Standesamt im Gebäude macht das Rathaus zum Hochzeits-Hotspot: Praktisch und ziemlich fotogen. 

Euer Besuchsplan: 30 / 60 / 120 Minuten

Praktische Infos zum Altonaer Rathaus

Platz der Republik 1: Das ist der offizielle Standort des Altonaer Rathauses. 

Eröffnet als Bahnhof 1844, Umbau zum Rathaus ab 1891, Einweihung 1898, später Wiederaufbau nach Kriegsschäden. 

Sitz des Bezirksamts Altona: Verwaltungszentrum im historischen Mantel. 

Die Bezirksversammlung tagt in der Regel jeden vierten Donnerstag um 18:00 Uhr öffentlich im Kollegiensaal. 

Seit 2006 hängen die restaurierten Dettmann-Wandgemälde wieder im Kollegiensaal. 

Im Gebäude befindet sich das Standesamt: Eheschließungen sind ein wichtiger Grund, warum viele überhaupt hineinkommen. 

Stand: 25.01.2026

FAQ Altonaer Rathaus

Am Platz der Republik 1 in Altona. 

Weil es ursprünglich 1844 als Bahnhofsgebäude der Ostseebahn Altona–Kiel eröffnet wurde. 

Die Umbauten begannen ab 1891, als Rathaus wurde es 1898 eingeweiht. 

Die Umgestaltung lief nach Entwürfen von Joseph Brix und Emil Brandt. 

Das ist der große Sitzungssaal, der beim Rathaus-Umbau eine zentrale Rolle spielte und bis heute genutzt wird. 

Ja, besonders realistisch ist das bei öffentlichen Sitzungen der Bezirksversammlung. 

In der Regel jeden vierten Donnerstag im Monat um 18:00 Uhr öffentlich im Kollegiensaal. 

Im Kollegiensaal hängen seit 2006 wieder restaurierte Wandgemälde von Ludwig Dettmann mit Schlüsselszenen der Altonaer Geschichte. 

Ja, im Rathaus befindet sich das Standesamt, und das Gebäude ist ein beliebter Ort für Eheschließungen. 

Ja, es wurde im Zweiten Weltkrieg teilweise zerstört und danach wiederaufgebaut. 

Als Urheber werden u. a. Ernst Barlach und Karl Garbers genannt; es lohnt sich, die Details vor Ort anzuschauen. 

Kurzfazit

Das Altonaer Rathaus ist Altona in Stein: erst Bahnhof (1844), dann Rathaus (1898), heute Bezirksamt, Kollegiensaal und Standesamt – und wenn Ihr’s clever timet, seht Ihr innen mehr als nur Flur und Formular.

Über den Autor

Mick Shaw - Hamburg Insider

Michael „Mick“ Shaw

Michael „Mick“ Shaw ist Hamburg-Insider, Schiffsführer im Hamburger Hafen und auf St. Pauli aufgewachsen. Seine Tipps entstehen aus echter Erfahrung zwischen Hafen, Kiez und den schönsten Ecken der Stadt.

Geboren auf St. Pauli – Barkassen Kapitän – Gastgeber im Kiez Garden St. Pauli

Bildernachweise / FotografInnen: Malte Klauck, Michael Sarnhof, Bilderwerk Hamburg, Shutterstock, Fotolia