Michel

Der Hamburger "Michel"

Die Hamburger Hauptkirche St. Michaelis - auch liebevoll Michel genannt - prägt mit ihrem charakteristischen Kirchturm die Silhouette der Stadt. Dieser galt schon früh als Orientierungsmarke für die auf der Elbe nach Hamburg segelnden Schiffe. Seine Aussichtsplattform bietet einen atemberaubenden Blick. Der Michel gilt als eines der urtümlichen Wahrzeichen der Hansestadt.

Da für Hamburger die Kirche eben der Michel ist, werden wir auch in diesem Text beim Michel bleiben. Nur um Missverständnissen vorzubeugen.

Adresse Michel:
St. Michaelis Kirche
Englische Planke 1
20459 Hamburg

Öffnungszeiten Michel:
Nov. - April
10.00 – 18.00 Uhr 

Mai - Oktober
09.00 – 20.00 Uhr

Bus 17 bis Michaeliskirche

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Details

Der Michel prägt die Hamburger Hamburgs Skyline

Das urtümliche Hamburger Wahrzeichen: Der Michel

Der Michel, wie die Hamburger die Hauptkirche St. Michaelis liebevoll nennen, ist das traditionsreiche Wahrzeichen der Hansestadt. Er befindet sich in der südlichen Neustadt zwischen Ludwig-Erhard-Straße, Krayenkamp und englischer Planke. Der unverwechselbare Kirchturm des Michels besitzt eine Höhe von 132,14 Metern und ist schon aus der Ferne gut zu erkennen.

Der Michel hatte bereits früh eine große Bedeutung für Seefahrer. Wenn die Schiffe elbaufwärts in den Hamburger Hafen einliefen und die Seeleute den markanten Turm des Michels sahen, dann hüpfte das Seemannsherz. 

Der Anblick des Michels war und ist bis heute bei Seeleuten besonders beliebt. Zum einen, weil er Heimat bedeutet und man Frau und Kinder wieder in die Arme schließen kann. Oder wegen der Möglichkeit auf ein paar vergnügliche Landgänge auf der Reeperbahn im berühmt-berüchtigten Amüsierviertel St. Pauli hat. Beides hat durchaus seine Vorteile.

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Alle guten Dinge sind drei – der Michel hat Geschichte

Erstmalig wurde der Michel in der Zeit zwischen 1647 und 1669 erbaut. Es wird übrigens berichtet, dass schon bei der Grundsteinlegung Pauken und Trompeten erklangen. Kirchenmusik hat im Michel also eine sehr lange Tradition. 

Im Jahr 1750 wurde der Michel vom Blitz getroffen. Der einstürzende Kirchturm zerstörte das Gotteshaus komplett - es brannte vollkommen aus. 

1751 begann der Neubau der St. Michaeliskirche und wurde im Jahre 1786 abgeschlossen. Der neue Turm bestand komplett aus Holz und war mit Kupfer verkleidet. Im Juli 1906 fing der Turm bei Lötarbeiten am Dach Feuer. Der Michel brannte erneut bis auf die Grundmauern ab. In mühevoller, sechsjähriger Arbeit wurde der Michel jedoch ein drittes Mal wieder aufgebaut und erstrahlt seit 1912 bis heute in voller Pracht.

Ein fantastischer Ausblick plus Kultur - uralt und modern zugleich

Auf der Aussichtsplattform des Michels bietet sich den Besuchern in 110 Metern Höhe ein faszinierender Ausblick über die Dächer der Innenstadt. Der Blick schweift auf den Hafen, über die HafenCity und die Elbe. Besonders spektakulär: Von hier aus kann man auch die drei berühmten Hamburger Meere bewundern. Tagsüber das Häusermeer, abends das Lichtermeer und bei Nebel - gar nichts mehr!

Insgesamt 457 Stufen muss man bewältigen, um auf die Plattform zu gelangen. Die ganz Sportlichen können aber auch den Aufzug benutzen. Zu empfehlen ist die Aussicht zu jeder Tageszeit. Ein besonders atemberaubender Ausblick bietet sich den Besuchern aber in der Winterzeit, wenn die Sonne über der Elbe schon relativ früh untergeht und den Hamburger Himmel in ein mystisches Licht hüllt.

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Von ganz oben bis tief unten: die Krypta von St. Michaelis

Tief im Gewölbe des Michels befindet sich die Krypta. Sie beherbergt eine Grabstätte für viele ehrenwerte Bürger der Stadt und ist nach langer, aufwendiger Restaurierung erst vor kurzem wieder den Gästen der Kirche zur Besichtigung freigegeben worden.

Über 2.000 Menschen wurden in der Zeit von 1762-1817 in der Gruftanlage direkt unter der Kirche beigesetzt und fanden in der Krypta ihre letzte Ruhestätte. Die Grabstätten konnten damals von reichen Hamburger Familien, Mitgliedern von Sterbekassen, Ämtern oder Bruderschaften erworben werden. Die bekanntesten unter ihnen waren die beiden Musikdirektoren Carl Phillipp Emanuel Bach und Johann Mattheson, sowie Georg Sonnin.

Neben den Grabanlagen beherbergt die Krypta auch noch zwei Ausstellungen. Eine von ihnen zeigt Grabfunde, die bei den Sanierungsarbeiten 2004-2008 entdeckt wurden. Die andere befasst sich mit der Geschichte der Kirche St. Michaelis vom ersten Entwurf bis in die Neuzeit.

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