HAUPTKIRCHE ST. MICHAELIS

Der Hamburger "Michel"

Die Hamburger Hauptkirche St. Michaelis - auch liebevoll Michel genannt - prägt mit ihrem charakteristischen Kirchturm die Silhouette der Stadt. Dieser galt schon früh als Orientierungsmarke für die auf der Elbe nach Hamburg segelnden Schiffe. Seine Aussichtsplattform bietet einen atemberaubenden Blick. Der Michel gilt als eines der urtümlichen Wahrzeichen der Hansestadt.

Öffnungszeiten:

Nov. - April

10:00 - 18:00 Uhr

Mai - Oktober

09:00 - 20:00 Uhr

Für den Turm und die Krypta sind derzeit keine Karten online verfügbar.

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Details

Das urtümliche Hamburger Wahrzeichen: Der Michel

Der Michel, wie die Hamburger die Hauptkirche St. Michaelis, liebevoll nennen, ist das traditionsreiche Wahrzeichen der Hansestadt. Er befindet sich in der südlichen Neustadt zwischen Ludwig-Erhard-Straße, Krayenkamp und englischer Planke. Der unverwechselbare Kirchturm des Michels besitzt eine Höhe von 132,14 Metern und ist schon aus der Ferne gut zu erkennen.

Der Michel hatte bereits früh eine große Bedeutung auch für Seefahrer. Wenn die Schiffe elbaufwärts in den Hamburger Hafen einliefen und die Seeleute den markanten Turm des Michels sahen, dann hüpfte das Seemannsherz. 

Der Anblick des Michels war und ist bis heute bei Seeleuten besonders beliebt. Zum einen, weil er Heimat bedeutet und man Frau und Kinder wieder in die Arme schließen kann - oder die Möglichkeit auf ein paar vergnügliche Landgänge auf der Reeperbahn im berühmt-berüchtigten Amüsierviertel St. Pauli hat. Beides hat durchaus seine Vorteile.

Alle guten Dinge sind drei - eine Kirche mit Geschichte

Erstmalig wurde der Michel in der Zeit zwischen 1647 und 1669 erbaut. Es wird übrigens berichtet, dass schon bei der Grundsteinlegung Pauken und Trompeten erklangen. Kirchenmusik hat im Michel also eine sehr lange Tradition. 

Im Jahre 1750 wurde der Michel vom Blitz getroffen. Der einstürzende Kirchturm zerstörte das Gotteshaus komplett - es brannte vollkommen aus. 

1751 begann der Neubau der St. Michaeliskirche. Im Jahre 1786 wurde der Neubau abgeschlossen. Der neue Turm bestand komplett aus Holz und war mit Kupfer verkleidet. Im Juli 1906 fing der Turm bei Lötarbeiten am Dach Feuer. Der Michel brannte erneut bis auf die Grundmauern ab. In mühevoller, sechsjähriger Arbeit wurde der Michel jedoch ein drittes Mal wieder aufgebaut und erstrahlt seit 1912 bis heute in voller Pracht.

St Michaelis - der Michel

Ein fantastischer Ausblick plus Kultur - uralt und modern zugleich

Auf der Aussichtsplattform des Michels, bietet sich den Besuchern in 110 Metern Höhe ein faszinierender Ausblick über die Dächer der Innenstadt. Der Blick schweift auf den Hafen, über die HafenCity und die Elbe. Besonders spektakulär: Von hier aus kann man auch die drei berühmten Hamburger Meere bewundern. Tagsüber das Häusermeer, abends das Lichtermeer und bei Nebel - gar nichts mehr!

Insgesamt 457 Stufen muss man bewältigen, um auf die Plattform zu gelangen. Die ganz Sportlichen können aber auch selbstverständlich den Aufzug benutzen. Zu empfehlen ist die Aussicht zu jeder Tageszeit. Ein besonders atemberaubender Ausblick bietet sich den Besuchern aber in der Winterzeit, wenn die Sonne über der Elbe schon relativ früh untergeht und den Hamburger Himmel in ein mystisches Licht hüllt.

St Michaels - der Turmausblick

Von ganz oben bis tief unten: die Krypta von St. Michaelis

Tief im Gewölbe des Michels befindet sich die Krypta. Sie beherbergt eine Grabstätte für viele ehrenwerte Bürger der Stadt und ist nach langer aufwendiger Restaurierung erst vor kurzem wieder den Gästen der Kirche zur Besichtigung freigegeben worden.

Über 2.000 Menschen wurden in der Zeit von 1762-1817 in der Gruftanlage direkt unter der Kirche beigesetzt und fanden in der Krypta ihre letzte Ruhestätte. Die Grabstätten konnten damals von reichen Hamburger Familien, Mitgliedern von Sterbekassen, Ämtern oder Bruderschaften erworben werden. Die bekanntesten unter ihnen waren die beiden Musikdirektoren Carl Phillipp Emanuel Bach und Johann Mattheson, sowie Georg Sonnin.

Neben den Grabanlagen beherbergt die Krypta auch noch zwei Ausstellungen. Eine von ihnen zeigt Grabfunde, die bei den Sanierungsarbeiten 2004-2008 entdeckt wurden. Die andere befasst sich mit der Geschichte der Kirche St. Michaelis - vom ersten Entwurf bis in die Neuzeit.

St Michaelis Hamburg - Krypta


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