DAS MUSEUMSSCHIFF MS BLEICHEN

Besichtigungen und Erlebnisfahrten auf denkmalgeschütztem Stückgutfrachter  

Das Museumsschiff MS Bleichen im Hansahafen bietet einen interessanten Ausflug in die maritime Geschichte der Handelsschiffe. Die MS Bleichen wurde 1958 in der Nobiskrug-Werft in Rendsburg gebaut und ist der letzte Stückgutfrachter seiner Art weltweit. Nach der Cap San Diego ist das ehemalige und originalgetreu restaurierte Handelsschiff das 2. fahrtüchtige Museumsschiff in Hamburg. Ursprünglich eingesetzt, um Zeitungspapier aus Finnland für den Axel Springer Verlag zu holen, bietet sie heute Besichtigungen vom Maschinenraum bis in die letzte Luke. Der Salon und der Raum in Ladeluke 2 sind für Events und Veranstaltungen ausgebaut.

Adresse: Hansahafen, Bremerkai neben Schuppen 50 im östlichen Freihafen

Besichtigungen: Ostern bis Ende Oktober in der Zeit von 10:00 bis 17:00, außer Montags.

Führungen: Nur nach Absprache


Eine Frage stellen

Details

Museumsschiff MS Bleichen

Geschichte der MS Bleichen und technische Daten

Als nach dem 2. Weltkrieg in 1951 die alliierte Beschränkungen für Schifffahrt und Schiffbau vollständig aufgehoben wurden, führte das zu einer Wiedergeburt der Deutschen Werften. Es entstanden erste deutsche Handelsschiffe, wie die für H.M. Gehrckens gebaute „Brook“ in Lübeck oder mittelgroße Stückgutfrachter in der Nobiskrug Werft in Rendsburg. Die „Brook“ mit beachtlichen 1.489 Bruttoregistertonnen (BRT) läutete 1949 als erstes Handelsschiff die neue Ära ein. 

Die in 1958 gebaute „MS Bleichen“ gehörte zu der Schiffsserie aus der Nobiskrug-Werft mit Brücke Mittschiffs und wurde von der Reederei H.M. Gehrckens in Auftrag gegeben. Mit 1.405 Bruttoregistertonnen, einer Länge über alles von 93,4 m und Breite von 12,30 m war es das letzte und größte Schiff der Serie. Alle Schiffe der Serie hatten 2 Masten (Vorschiff, Achterschiff) 4 Ladepfosten (Vorkante Brücke, Achterkante Brücke) und 8 Ladebäume, teilweise mit Schwergutbäumen am vorderen und hinteren Mast. Achtern wurde eine 8 Zylinder Deutz-Maschine mit 1.800 PS eingebaut. Die Tragfähigkeit betrug 2.219 Tonnen und die Geschwindigkeit 12 kn.

ms-bleichen

Die Reederei H.M. Gehrckens

Die Hamburger Reederei H. M. Gehrckens (H.M.G.) wurde 1830 gegründet und betätigte sich mit gebrauchten Segelschiffen und später Dampfschiffen hauptsächlich als Linienreederei in der Nord- und Ostseefahrt. Ende des 19. Jahrhundert wurden die Schiffe zwischen schwedischen, finnischen und deutschen Häfen eingesetzt. Nach der Eröffnung des Nord-Ostsee-Kanals im Jahr 1895 und vor dem Ersten Weltkrieg hatte die Reederei durchschnittlich 14 Schiffe für das Durchfrachtengeschäft zwischen Südamerika, England und Skandinavien im Einsatz. 

Nach dem Zweiten Weltkrieg begann der Neuanfang der Reederei mit einem Güterumschlag im Hamburger Raum und mit alten Frachtdampfern, die H.M.G. von der Militärregierung zurück erwarb. Mitte 1955 verfügte die Reederei wieder über 14 Schiffe, Ende der Fünfziger kamen drei neue Schiffe dazu, darunter zwei Schiffe speziell für den Nordseedienst mit höchster Eisklasse, u.a. die MS Bleichen. 

Die MS Bleichen erhielt sogar die höchste finnische Eisklasse, damit sie auch im Winter die Ostsee ohne ständige Eisbrecherhilfe befahren konnte. Von Hamburg wurde über den Nord-Ostsee-Kanal Stückgut nach Schweden und Finnland transportiert und von dort Papierrollen und Holz zurück nach Hamburg. Eine solche Reise dauerte in der Regel 14 Tage und wenn das Anlaufen der skandinavischen Häfen unmöglich war, wurde das Schiff für die Reisen nach Westafrika eingesetzt. Die MS Bleichen wurde bis 1970 von der Reederei H.M.G. eingesetzt und dann ins Ausland verkauft.

Museumsschiff-bleichen

Museumsschiff MS Bleichen: Willkommen an Bord!

2006 gelang es durch eine Spendenkampagne von Hamburg Maritim das Schiff vor der Verschrottung zu retten und als Museumsschiff für die 50er Kaischuppen zurückzukaufen. Nach erfolgreicher Restaurierung ist die MS Bleichen offen für Besichtigungen und klar zur Fahrt mit Gästen. 

Die MS Bleichen liegt als Museumsschiff im Hansahafen, am Bremerkai neben Schuppen 50 im östlichen Freihafen auf Position 53° 31,62 N, 010° 0,02 E. Besucher des Museumshafens haben freien Eintritt. Auf dem Schiff können fast alle Bereiche selbstständig besichtigt werden, auf Nachfrage hilft die Crew gerne bei Besichtigung. Besuchen Sie den Salon und die Wohnbereiche der Besatzung. Sie zeigen ebenso wie die Decksausrüstung und der Maschinenraum noch Orginalsubstanz aus dem Baujahr 1958.

Außerdem stehen der Salon und der Laderaum im Schiff für  Veranstaltungen zur Verfügung und es können Fahrten gebucht werden.

Die MS BLEICHEN im Video auf dem Hamburger Köhlbrand:


Fragen und Antworten

xxl-advertising


ssl-verschluesselung



Banner Städteflüge gif 300x250

shopadvertising1



Bilderwerk


300 X 250 DE

Bitte warten

{{var product.name}} wurde dem Warenkob hinzugefügt.

Einkauf fortsetzen

Zur Kasse

{{var product.name}} wurde aus dem Warenkorb entfernt.

Einkauf fortsetzen

Zur Kasse