GÄNGEVIERTEL IN HAMBURG

Alternatives Stadtviertel

Das Gängeviertel inmitten der Hamburger Neustadt ist ein Kunst- und Sozialprojekt, das seit 2009 versucht die übrig gebliebenen Häuser rund um den Valentinskamp vor dem Abriss und Verfall zu retten. Das Ursprüngliche Viertel aus dem 18. Jahrhundert zog sich bis in die Hamburger Innenstadt.


Heute sind nur noch eine Hand voll Häuser zwischen dem Bäckerbreitergang, der Caffamacherreihe, dem Valentinskamp und der Speckstraße übrig. Vor allem Künstler und Kreative haben sich hier niedergelassen und geben dem Viertel ihren eigenen, persönlichen Charme.

 

Gängeviertel
Valentinskamp / Speckstraße / Caffamacherreihe
In 20355 Hamburg (Hamburg-Neustadt)

Verkehrsanbindung:
U2 bis Gänsemarkt



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Details

Die Geschichte des Gängeviertels

Die Geschichte des Gängeviertels reicht bis in das 18. Jahrhundert zurück. Das Viertel bestand überwiegend aus kleinen Fachwerkhäusern, die man nur durch schmale Straßen, verwinkelte Gassen und schmale Gänge erreichen konnte - daher auch der Name. 

Das Viertel war sehr beliebt, da es sehr zentral und nicht allzu weit vom Hafen entfernt war. Daher hat man viele Gebäude auf kleinster Fläche zu errichten. Die Häuser wurden aber überwiegend von den unteren sozialen Schichten bewohnt, da die Ausstattung zu Wünschen übrig ließ. Zum Beispiel mussten Wasserträger die Bewohner mit Trinkwasser versorgen, denn fließendes Wasser oder eine Kanalisation gab es hier nicht. Einige schöpften sogar ihr Wasser aus den umliegenden Fleeten. In den selben Fleeten wurden aber auch die „Geschäfte“ hinterlassen. Die Hygiene war demnach katastrophal. Die Folge: Cholera.

Robert Koch - Mediziner und Bakteriologe- kommentierte die Zustände des Gängeviertels während der Cholera Epidemie wie folgt: 
„Ich habe noch nie solche ungesunden Wohnungen, Pesthöhlen und Brutstätten für jeden Ansteckungskeim angetroffen wie in den sogenannten Gängevierteln“

Die Stadt Hamburg hat nach der Epidemie 1892 mit dem Abriss des Viertels begonnen. Zunächst wurden Quartiere am Großen Grasbrook abgerissen, um mit dem Bau der Speicherstadt beginnen zu können. Nach und nach wurden weitere Teile des Viertels abgerissen oder während des zweiten Weltkriegs zerstört. Zuletzt wurden die Häuser rund um den Valentinskamp 70 abgerissen, an dem sich heute das Emporio Gebäude (ehemals Unilever Haus) befindet.

 Gaengeviertel

 

Komm in die Gänge!

Am 22. September 2009 besetzte eine Gruppe von ca. 200 Künstlern und Kreativen das Gängeviertel um den verbliebenen leerstehenden Teil vor einen weiteren, bevorstehenden Abriss zu bewahren. Ihre Initiative: bezahlbaren Wohnraum schaffen und die denkmalwürdigen Häuser zu retten. Seitdem ist viel passiert:  Wohnungen sind entstanden, ein alternativer Raum für Kunst und Soziale Projekte wurde geschaffen und eine Genossenschaft (Gängeviertel Genossenschaft 2010 eG) wurde gegründet. Und das alles unkommerziell. Im Viertel finden regelmäßig Ausstellungen oder Partys statt.

Komm-In-die-Gänge


Mehr als nur ein Viertel 

Anfang 2015 wurde das erste restaurierte Gebäude, das sogenannte „Kupferdiebehaus“ fertiggestellt.  Dabei mussten die Dächer des Hauses abgedichtet, Hölzer erneuert und Feuchtigkeitsschäden behoben werden. Es entstanden sechs Wohnungen - vier mit jeweils 80qm und zwei mit 160qm. Hier wurde vor allem darauf geachtet, den Charme der alten Wohnungen beizubehalten. So blieb zum Beispiel der rot-weiß karierte Steinfußboden erhalten. Inzwischen sind alle Wohnungen des Kupferdiebehauses an Mitglieder der Genossenschaft vermietet.

Ebenfalls fertig saniert ist die ehemalige Gürtelfabrik am Valentinskamp 34a. Hier befindet sich nun das „Soziokulturelle“ Zentrum des Gängeviertels. Die Fabrik beherbergt unter anderem einen großen Seminarraum, ein kleines Fotostudio, sowie eine Siebdruckwerkstatt. Bis 2019 sollen auch die anderen Gebäude fertig saniert und modernisiert werden.

Gängeviertel-Hamburg

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