Wildpark Schwarze Berge

Hier kommt das Damwild freiwillig näher

Wildtierpark mit Freigehegen, Flugschau, Dinowelt und Abenteuerspielplätzen

Im Wildpark Schwarze Berge stehen Tiere nicht bloß dekorativ hinter einem Zaun. Damwild spaziert durchs Freigehege, Zwergziegen erkennen eine Futterschachtel auf zwanzig Schritte und über den Köpfen zieht ein Adler seine Runde. Dazwischen liegen Waldwege, ordentlich Höhenmeter und die beruhigende Erkenntnis: Der Luchs hatte heute offenbar auch keine Lust auf Frühsport.

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Großer Wald, große Tiere, ziemlich kleine Distanz

Auf 50 Hektar leben mehr als 1.000 Tiere aus rund 110 Arten. Ihr begegnet Wölfen, Bären, Elchen und Luchsen, aber auch deutlich kontaktfreudigeren Bewohnern. In den Frei- und Streichelgehegen lassen sich Damwild und Zwergziegen mit Wildparkfutter aus der Hand füttern. Das ist niedlich, bis eine Ziege feststellt, dass eure Begleitung noch eine volle Schachtel besitzt. Dann werden Prioritäten neu sortiert.

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Darum geht’s

Warum es sich lohnt

Der Wildpark verbindet einen ausgedehnten Waldtag mit überraschend nahen Tierbegegnungen. Ihr könnt in eurem eigenen Tempo losziehen, Fütterungen mitnehmen oder einfach eine Weile am Wolfsgehege stehen. Kinder bekommen Tiere, Dinos und Spielplätze, Erwachsene Landschaft und Aussicht. So bleibt der Familienfrieden meist länger erhalten als die mitgebrachte Brotdose.

Auf einen Blick

Die Highlights

  • Mehr als 1.000 Tiere aus rund 110 Arten
  • Große Frei- und Streichelgehege
  • Tägliche Flugschauen mit Greifvögeln
  • Kostenlose Schaufütterungen mit Tierpflegern
  • Über 120 lebensgroße Dinosaurier auf einem eigenen Rundweg
  • 45 Meter hoher Elbblickturm mit Hamburg-Panorama
  • Großer Abenteuerspielplatz und Kletterspielplatz
  • Barrierearme Wildpark-Bahn

Wenn der Adler die Frisur übernimmt

Bei der Flugschau wird gelegentlich vorsorglich der Kopf eingezogen. Weißkopfseeadler, Falken und Bussarde ziehen dicht über das Publikum, während die Falkner mit trockenen Sprüchen erklären, wer hier jagt, gleitet oder gerade auf die Belohnung wartet. Hinzu kommen tägliche Schaufütterungen bei Zwergottern, Füchsen und Waschbären. Die Tiere halten sich dabei erstaunlich verlässlich an den Termin. Zumindest zuverlässiger als manche Ausflugsgruppe.

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Nach dem Wolf kommt der Diplodocus

Mitten im Park zweigt der Weg plötzlich in die Erdgeschichte ab. Mehr als 120 lebensgroße Dinosaurier stehen entlang eines über einen Kilometer langen Rundwegs – ohne zusätzlichen Eintritt. Danach warten der riesige Abenteuerspielplatz und der 45 Meter hohe Elbblickturm. Für dessen Aussichtsplattform sind 288 Stufen fällig. Oben gibt es Hamburg-Panorama, unten wieder normale Atmung.

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Micks Insider-Tipp

So macht ihr mehr daraus

Der große Abenteuerspielplatz liegt gefährlich günstig am Ein- und Ausgang. Geht auf dem Hinweg mit entschlossenem Blick daran vorbei und hebt ihn euch für den Schluss auf. Sonst endet der geplante Wildparkrundgang nach wenigen Minuten zwischen Riesenrutsche und Trampolin. Erst Tiere, dann Toben – diese Reihenfolge erspart überraschend viele diplomatische Verhandlungen.

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Kurz geklärt

Häufige Fragen

Wie viel Zeit sollte ich für den Wildpark einplanen?

Für einen entspannten Rundgang solltet ihr mindestens vier Stunden vorsehen. Wer zusätzlich eine Flugschau, mehrere Fütterungen, die Dinowelt, den Aussichtsturm und den Spielplatz besuchen möchte, kann problemlos einen ganzen Tag im Park verbringen. Die Wege sind länger und hügeliger, als der Begriff „kleiner Waldspaziergang“ vermuten lässt.

Eignet sich der Wildpark für kleine Kinder?

Ja. Streichelgehege, Dinowelt und Spielplätze bieten auch jüngeren Kindern viel Abwechslung. Kinder unter 3 Jahren zahlen keinen Eintritt. Für müde Beine können an der Kasse Bollerwagen ausgeliehen werden. Laufräder, Roller, Fahrräder und ähnliche Fahrzeuge sind wegen der starken Steigungen hingegen nicht erlaubt.

Dürfen Besucher die Tiere füttern?

Viele Tiere dürfen mit dem im Wildpark verkauften Futter gefüttert werden. Eigenes Futter gehört nicht ins Gehege, da zahlreiche Bewohner besondere Ernährungsbedürfnisse haben. Achtet immer auf die Hinweisschilder. Für Wildschweine und Hängebauchschweine besteht derzeit ein behördliches Fütterungsverbot.

Darf mein Hund mit in den Wildpark?

Ja, Hunde dürfen an einer kurzen Leine mitgeführt werden. Ein entsprechend gekennzeichneter Abschnitt des Freigeheges bleibt für sie jedoch gesperrt. Wegen der frei laufenden Tiere solltet ihr die Leine auch bei ausgesprochen gut erzogenen Exemplaren nicht verlängern. Das Damwild möchte keinen Wesenstest abnehmen.

Kann der Wildpark mit Rollstuhl besucht werden?

Grundsätzlich ja, allerdings besitzt das hügelige Gelände teilweise starke Steigungen. Die Hauptwege sind gepflastert, und es gibt rollstuhlgerechte Toiletten, eine barrierearme Wildpark-Bahn sowie Rampen und einen Treppenlift am Restaurant. Lasst euch an der Kasse eine geeignete Route empfehlen.

Unser Fazit

Im Wildpark Schwarze Berge wird aus einem kurzen Tierbesuch leicht ein ganzer Ausflugstag. Dafür sorgen große Gehege, nahe Begegnungen und ein Gelände, das mehr Waldwanderung als klassischer Zoobummel ist. Die Flugschau bringt Bewegung in den Himmel, die Dinowelt ein paar Millionen Jahre Altersunterschied und der Spielplatz zuverlässig das Ende jeder Heimfahrtsdiskussion. Nur die Hügel sollte man ernst nehmen. Die tun es schließlich auch.

Bildernachweis
  • Alle Bilder: Malte Klauck / HTI