Mitten in der City, aber komplett im eigenen Film: St. Petri ist Hamburgs älteste Kirche – und oben wartet der höchste Ausblick der Stadt

St. Petri ist die älteste noch bestehende Kirche in Hamburg und wurde vermutlich Anfang des 11. Jahrhunderts gegründet: Heute steht Ihr in einer gotischen Hallenkirche mitten in der Innenstadt.

Der große Publikumsmagnet ist der Petriturm: Der Aufstieg führt über 544 Stufen bis zum höchsten Aussichtspunkt, und Ihr werdet in 123 Metern Höhe mit einer richtig heftigen Aussicht über die Stadt belohnt.

Planungs-Quickie: Kirche besichtigen geht typischerweise Mo–Fr 10:00–18:00, Sa 10:00–17:00, So 12:00–17:00 (außer während Andachten/Gottesdiensten): Der Turm hat eigene Zeiten und kostet Eintritt.

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Das Wichtigste in 30 Sekunden

Warum es sich lohnt?

Weil St. Petri diese seltene Kombi kann: komplett zentral in Hamburg, aber drinnen sofort Ruhe, Raum und Geschichte: Eine Kirche, die vermutlich seit dem 11. Jahrhundert an dieser Stelle verwurzelt ist. 

Und dann kommt der Bonus: Der Petriturm ist nicht nur „auch ganz nett“, sondern der harte Beweis, dass die City von oben nochmal anders tickt: 123 Meter Aussicht nach 544 Stufen – danach schmeckt selbst der Kaffee draußen wie ein kleiner Sieg. 

Petri Kirche

So macht Ihr’s richtig

  • Turm-Zeitfenster: Plant die Turmbesteigung nach den festen Zeiten ein und checkt den letzten Aufstieg. Das lohnt, weil der letzte Start 45 Minuten vor Ende ist und Ihr sonst unten vorm Turm „tschüss“ gesagt bekommt. 

  • Kirche zuerst: Guckt Euch erst den Kirchenraum an und geht danach hoch. Das lohnt, weil die Kirche als „offene Kirche“ zwar täglich zugänglich ist, aber während Andachten/Gottesdiensten nicht einfach Touri-Programm läuft. 

  • Schuhe wie ein Profi: Zieht feste Schuhe an, keine wackelige Mode-Nummer. Das lohnt, weil der Turmaufstieg echtes Treppen-Handwerk ist und Ihr auf 544 Stufen keinen Bock auf Drama habt.

  • Guckt nach oben: Nehmt Euch 2 Minuten nur fürs Gewölbe – ja, wirklich nach oben starren. Das lohnt, weil der Sternenhimmel nicht nur Deko ist, sondern Teil der Identität dieser Kirche. 

  • Feiertage merken: Rechnet an Feiertagen nicht fest mit Turm und Café. Das lohnt, weil Turm und Café an Feiertagen geschlossen sein können. 

Skipper_Mick_Shaw

Micks Insider Tipp:

Wenn Ihr St. Petri in „wow“ sehen wollt: Kommt in der Zeit, in der der Herrnhuter Stern im Altarraum hängt: Der wird dort zum 1. Advent aufgehängt und leuchtet bis Mariä Lichtmess am 2. Februar – Tag und Nacht. Das fühlt sich an, als hätte jemand den Kirchenraum auf „Wintermagie“ gedreht, ohne kitschig zu werden.

Highlights vor Ort

123 m Höhe über der Stadt: Der Blick ist das „Hamburg von oben“-Argument. 

Der bronzene Löwenkopf am Portal: Gilt als ältestes Kunstwerk Hamburgs, Inschrift verweist auf 1342. 

Früher rund 500 Sterne, heute weniger: Und trotzdem ein richtig starker „Himmel“-Moment. 

1842 zerstört, 1849 wieder geweiht: St. Petri hat diese „Hamburg steht wieder auf“-DNA. 

Der große Herrnhuter Stern (Sonderanfertigung) hängt zur Adventszeit im Altarraum: Sehr fotogen, sehr besonders. 

Euer Besuchsplan: 30 / 60 / 120 Minuten

Praktische Infos zur Hauptkirche St. Petri Hamburg

Bei der Petrikirche 2, 20095 Hamburg: Mitten in der Innenstadt, perfekt als „mal eben reinspringen“-Stop. 

Besichtigung typischerweise Mo–Fr 10:00–18:00, Sa 10:00–17:00, So 12:00–17:00: Ausgenommen während Andachten/Gottesdiensten. 

Turmzeiten: Mo–Fr 10:00–17:30, Sa/So 11:30–16:30: Letzter Aufstieg 45 Minuten vor Schluss. 

5 € Erwachsene, 3,50 € ermäßigt, Kinder bis 5 frei, bis 14: 2,50 €, Familie 12 € (bis 2 Erw. + 4 Kinder bis 14). 

An Feiertagen können Café und Turm geschlossen sein: Plant das lieber nicht auf Kante. 

Stand: 02.02.2026

FAQ St. Petri Kirche Hamburg (Hauptkirche)

Sie gilt als älteste noch bestehende Kirche in Hamburg und wurde vermutlich Anfang des 11. Jahrhundertsgegründet. 

Der Aussichtspunkt liegt in 123 Metern Höhe. 

Bis zum höchsten Aussichtspunkt sind es 544 Stufen. 

Montag bis Freitag 10:00–17:30, Samstag und Sonntag 11:30–16:30: Der letzte Aufstieg ist 45 Minuten vor Schluss. 

5 € Erwachsene, 3,50 € ermäßigt, Kinder bis 5 frei, bis 14: 2,50 €, Familie 12 €. 

Die Kirche ist als offene Kirche zugänglich und kann während der Öffnungszeiten besichtigt werden: Ausgenommen sind Zeiten mit Andachten/Gottesdiensten. 

Typischerweise Mo–Fr 10:00–18:00, Sa 10:00–17:00, So 12:00–17:00. 

Ein bronzener Türzieher mit Löwenkopf, der als ältestes Kunstwerk Hamburgs gilt: Die Inschrift belegt die Grundsteinlegung des Turms im Jahr 1342. 

1842 fiel St. Petri dem Großen Brand zum Opfer, viele Kunstwerke wurden gerettet: 1849 konnte die neu erbaute Kirche wieder geweiht werden. 

Früher waren es rund 500 Sterne: Heute sind es weniger, und sie haben sogar einen praktischen Nutzen (u. a. kaschieren sie Öffnungen im Gewölbe). 

Er wird zum 1. Advent im Altarraum aufgehängt und leuchtet bis Mariä Lichtmess am 2. Februar. 

St. Petri überstand den Zweiten Weltkrieg laut Eigendarstellung mit vergleichsweise geringen Beschädigungen. 

Kurzfazit

St. Petri ist City-Stop mit echter Tiefe: Hamburgs älteste Kirche, ein Innenraum zum Runterkommen – und oben im Petriturm wartet die 123-Meter-Aussicht nach 544 Stufen. Genau die Art Sehenswürdigkeit, die man „kurz“ plant und dann länger bleibt. 

Über den Autor

Mick Shaw - Hamburg Insider

Michael „Mick“ Shaw

Michael „Mick“ Shaw ist Hamburg-Insider, Schiffsführer im Hamburger Hafen und auf St. Pauli aufgewachsen. Seine Tipps entstehen aus echter Erfahrung zwischen Hafen, Kiez und den schönsten Ecken der Stadt.

Geboren auf St. Pauli – Barkassen Kapitän – Gastgeber im Kiez Garden St. Pauli

Bildernachweise / FotografInnen: Malte Klauck, Michael Sarnhof, Bilderwerk Hamburg, Shutterstock, Fotolia