St. Michaelis Turm und Krypta erleben zwischen Aussicht, Geschichte und echtem Hamburg-Gefühl

Der Michel ist nicht einfach nur eine Kirche, sondern eines der Wahrzeichen, die Hamburg sofort nach Hamburg aussehen lassen. Und genau deshalb lohnt sich hier nicht nur der Blick von außen. Wenn ihr den Turm hochgeht oder hochfahrt und danach die Krypta mitnehmt, bekommt ihr zwei völlig unterschiedliche Perspektiven auf denselben Ort: oben Luft, Weite, Hafenblick, unten Stille, Geschichte und Schwere. Genau diese Mischung macht den Besuch so stark.

Der eigentliche Reiz liegt im Kontrast. Oben wartet die Aussichtsplattform in 106 Metern Höhe mit weitem Rundumblick über Stadt, Hafen und Elbe. Unten liegt die Krypta, die nicht wie ein dekorativer Anhang wirkt, sondern wie ein echter Gegenpol zum Turmerlebnis. Dazu kommt: Der Michel ist die bedeutendste Barockkirche Norddeutschlands und ein Ort, an dem Hamburg sehr konzentriert zusammenläuft. Wer die Stadt wirklich fühlen will, ist hier ziemlich goldrichtig.

Infos zur St. Michaelis Kirche (Turm & Krypta)

  • Zugang: Englische Planke 1, 20459 Hamburg.

  • Montag bis Sonntag. Die Besichtigung läuft täglich, einzelne Bereiche können bei Gottesdiensten und Veranstaltungen zeitweise nicht zugänglich sein.

  • November bis März: 10:00 bis 18:00 Uhr
    April und Oktober: 09:00 bis 19:00 Uhr
    Mai bis September: 09:00 bis 20:00 Uhr

  • Für Turm und Krypta solltet ihr etwa 45 bis 90 Minuten einplanen

  • Online buchen oder vor Ort an der Kasse

Hier ist der Michel

St. Michaelis Kirche (Michel)

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Das Wichtigste in 30 Sekunden

Warum es sich lohnt?

Weil der Michel zwei Erlebnisse auf einmal liefert. Oben bekommt ihr einen der besten Ausblicke der Stadt, unten mit der Krypta einen Ort, der deutlich stiller, schwerer und geschichtlicher wirkt. Genau dieser Spannungsbogen macht den Besuch mehr als nur zu einem schnellen Aussichtspunkt.

Weil hier nicht bloß ein Turm herumsteht, sondern ein echtes Hamburger Wahrzeichen mit Haltung. Die Barockkirche, die Plattform in 106 Metern Höhe, das Uhrwerk, der Türmer und die Krypta greifen so gut ineinander, dass man am Ende nicht das Gefühl hat, nur etwas abgehakt zu haben.

Weil der Michel einer dieser Orte ist, die sowohl für Hamburg-Neulinge als auch für Leute funktionieren, die die Stadt schon kennen. Gute Aussicht allein reicht oft nicht. Hier kommt aber noch genau die Portion Geschichte und Atmosphäre dazu, die das Ganze rund macht.

So macht ihr’s richtig

  • Geht nicht nur wegen des Fotos hoch. Der Michel wird besser, wenn ihr euch oben ein paar Minuten wirklich Zeit nehmt und nicht sofort wieder runterhechtet.

  • Wenn ihr fit seid, nehmt ruhig die Stufen. Der Aufstieg gehört hier ein kleines bisschen mit zum Erlebnis.

  • Plant die Krypta unbedingt mit ein. Viele konzentrieren sich nur auf den Turm und verschenken damit den zweiten starken Teil des Besuchs.

  • Schaut vorher kurz auf die Tagesplanung. Bei Gottesdiensten oder Veranstaltungen können einzelne Bereiche zeitweise nicht zugänglich sein.

  • Wenn ihr die Stadt von oben neu sortieren wollt, macht den Michel eher früh im Hamburg-Tag. Danach läuft man anders durch die Stadt.

Skipper_Mick_Shaw

Micks Insider Tipp:

Viele gehen auf den Michel, machen zwei Fotos und sind wieder weg. Das ist zu kurz gedacht. Der Ort wird erst richtig gut, wenn ihr oben die Weite und unten die Krypta zusammen erlebt.

Und noch was: Der Michel ist kein Spot für Hektik. Kurz hoch, runter, weiter bringt hier wenig. Besser ist: einmal kurz raus aus dem Tempo und die Stadt von dort oben wirklich auf sich wirken lassen.

Highlights vor Ort

Hier oben bekommt ihr einen der großen Hamburg-Blicke. Nicht nur schön, sondern richtig ordnend für den Kopf.

Die Krypta bringt eine ganz andere Seite des Michel ins Spiel und macht den Besuch deutlich tiefer als einen reinen Aussichtstrip.

Ihr könnt wählen zwischen bequem und sportlich. Genau das macht den Turm für viele zugänglich und trotzdem besonders.

Das Uhrwerk auf einem Turmboden ist einer dieser Punkte, bei denen selbst Leute kurz hängenbleiben, die sonst nicht jede technische Feinheit feiern.

Der tägliche Choral um 10 Uhr und 21 Uhr gehört zu den Details, die den Michel als Ort noch mal größer machen.

Praktische Infos zum Michel (Turm & Krypta)

November bis März ist der Michel von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. April und Oktober gelten 09:00 bis 19:00 Uhr, von Mai bis September 09:00 bis 20:00 Uhr.

Der Preis liegt bei 8 Euro für den Turm, 6 Euro für die Krypta und 10 Euro für Turm und Krypta zusammen. Ermäßigte Tickets kosten 6 Euro, 5 Euro beziehungsweise 8 Euro. Das Familienticket liegt bei 20 bis 25 Euro.

Mit S1 oder S3 fahrt ihr bis Stadthausbrücke, mit der U3 bis St. Pauli. Die Buslinien 16 und 17 halten an der Michaeliskirche.

Tickets bekommt ihr im Besucherzentrum St. Michaelis oder online. Gekaufte Tickets gelten ein Jahr ab Kaufdatumund berechtigen zum einmaligen Eintritt.

Der Michel ist nur teilweise barrierefrei. Kirchenraum und Krypta sind für Rollstuhlfahrer zugänglich. Der Turm ist jedoch bis zum ersten Stock nur über 52 Stufen erreichbar.

Stand: 23.04.2026

FAQ zum Turm und der Krypta (Michel)

Der Preis liegt bei 8 Euro für den Turm, 6 Euro für die Krypta und 10 Euro für das Kombiticket aus Turm und Krypta.

Die Aussichtsplattform liegt in 106 Metern Höhe über Hamburg.

Ihr kommt entweder mit dem Fahrstuhl hoch oder geht die 452 Stufen zu Fuß.

Ja. Der Kirchraum ist frei zugänglich. Bezahlt wird nur für Turm, Krypta oder Kombitickets.

November bis März gilt 10:00 bis 18:00 Uhr, April und Oktober 09:00 bis 19:00 Uhr, Mai bis September 09:00 bis 20:00 Uhr.

Die Adresse lautet Englische Planke 1, 20459 Hamburg.

Ja. Die Krypta ist einer der stärksten Teile des Besuchs, weil sie eine ganz andere, ruhigere und geschichtlich dichtere Seite des Michel zeigt.

Sinnvoll sind etwa 45 bis 90 Minuten, je nachdem, wie viel Zeit ihr euch oben auf der Plattform und unten in der Krypta nehmt.

Teilweise. Kirchraum und Krypta sind zugänglich, der Turm ist jedoch nur eingeschränkt erreichbar, weil bis zum ersten Stock 52 Stufen zu überwinden sind.

Der Michel verbindet Wahrzeichen, Barockkirche, Aussichtspunkt, Krypta, Uhrwerk und den Trompeter des Michelin einem Besuch. Genau diese Mischung macht den Ort so besonders.

Kurzfazit

St. Michaelis Turm und Krypta sind in Hamburg eine sehr runde Kombination aus Aussicht, Atmosphäre und Geschichte. Wenn ihr den Michel nicht nur von außen sehen, sondern wirklich erleben wollt, bekommt ihr hier oben einen der stärksten Blicke der Stadt und unten mit der Krypta genau den Gegenpol, der den Besuch erst richtig komplett macht.

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Über den Autor

Mick Shaw - Hamburg Insider

Michael „Mick“ Shaw

Michael „Mick“ Shaw ist Hamburg-Insider, Schiffsführer im Hamburger Hafen und auf St. Pauli aufgewachsen. Seine Tipps entstehen aus echter Erfahrung zwischen Hafen, Kiez und den schönsten Ecken der Stadt.

Geboren auf St. Pauli – Barkassen Kapitän – Gastgeber im Kiez Garden St. Pauli

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Bildernachweise / FotografInnen: Malte Klauck, Michael Sarnhof, Bilderwerk Hamburg, Shutterstock, Fotolia