Hamburg riecht plötzlich nach der ganzen Welt
Mehr als 100 Gewürze, ein alter Speicherboden und eine Eintrittskarte mit Pfeffer
Zimt, Pfeffer, Vanille und Chili liegen hier nicht bloß ordentlich herum. Auf einem alten Speicherboden dürft ihr Gewürze riechen, probieren und ihren Weg vom Anbau bis in die Küche verfolgen.

Eine Weltreise für Nase und Zunge
Schon nach wenigen Schritten riecht ihr, warum ausgerechnet die Speicherstadt der richtige Ort für dieses Museum ist. Mehr als 100 Gewürze und Mischungen warten darauf, erkannt und probiert zu werden.
Dabei zeigt sich schnell: Pfeffer ist nicht einfach nur schwarz und Vanille hat mit dem kleinen Tütchen aus dem Backregal ungefähr so viel gemeinsam wie der Hamburger Hafen mit einem Gartenteich.

Warum es sich lohnt
Das SPICY’S ist klein genug für einen spontanen Besuch und ungewöhnlich genug, um hängen zu bleiben. Statt nur auf Vitrinen zu schauen, arbeitet ihr euch mit Nase und Geschmack durch die Ausstellung.
Besonders gut passt das Museum zu einem Rundgang durch die Speicherstadt. Ihr steht schließlich genau dort, wo solche Waren über Jahrzehnte gelagert, gehandelt und weiterverteilt wurden. Nur die Treppe zum zweiten Stock ist historischer, als manchen Beinen lieb sein dürfte.
Die Highlights
- Historischer Speicherboden mitten in der Speicherstadt
- Mehr als 100 Gewürze und Gewürzmischungen
- Probierstation zum Riechen und Kosten
- Einblicke in Anbau, Verarbeitung und Verwendung
- Geschichte des internationalen Gewürzhandels
- Kostenloser Audioguide auf dem eigenen Smartphone
- Audioguide auf Deutsch, Englisch und Französisch
- Ein Päckchen Pfeffer als Teil des Erwachsenentickets
Vom Anbau bis zum Gewürzregal
Das Museum verfolgt den Weg der Gewürze von ihren Herkunftsländern über Anbau und Verarbeitung bis zum fertigen Produkt. Ihr erfahrt, warum manche Sorten früher beinahe mit Gold aufgewogen wurden und welche Rolle Hamburg im internationalen Gewürzhandel spielte.
Zwischen Säcken, Geräten und historischen Exponaten wird aus Küchenpulver plötzlich Handelsgeschichte.

Hören, schnuppern und selbst urteilen
Mit dem kostenlosen Audioguide könnt ihr euch auf Deutsch, Englisch oder Französisch durch die Ausstellung führen lassen. Die Informationen ruft ihr mit dem eigenen Smartphone über QR-Codes ab.
Danach lohnt sich ein Blick in den Gewürzladen. Der ist übrigens auch ohne Museumsticket zugänglich – falls ihr nur kurz Pfeffer kaufen wollt und versehentlich mit drei Currymischungen wieder herauskommt.

Praktische Infos und Tipps
Praktische Tipps
- Bringt ein aufgeladenes Smartphone und eigene Kopfhörer für den Audioguide mit.
- Für das Museum müsst ihr Treppen bis in den zweiten Stock bewältigen.
- Plant für den regulären Rundgang etwa 45 bis 60 Minuten ein.
- Der Gewürzladen kann auch ohne Eintrittskarte besucht werden.
- Beginnt beim Probieren lieber mit milden Gewürzen und arbeitet euch langsam zur Chili vor.
- Fragt bei Allergien oder Unverträglichkeiten vor dem Probieren beim Museumspersonal nach.
So macht ihr mehr daraus
Startet eure Riechprobe nicht ausgerechnet mit der schärfsten Chili. Die Nase ist zwar ein hervorragender Museumsführer, reicht aber überraschend schnell die Kündigung ein, wenn das erste Exponat sie anzündet.

Häufige Fragen
Was kann man im SPICY’S Gewürzmuseum sehen und probieren?
Die Ausstellung zeigt Gewürze, ihre Herkunft, ihren Anbau, ihre Verarbeitung und ihre Verwendung. An der Probierstation könnt ihr zahlreiche Gewürze und Gewürzmischungen riechen und kosten.
Wie lange dauert ein Besuch im Gewürzmuseum?
Für einen entspannten Rundgang solltet ihr ungefähr 45 bis 60 Minuten einplanen. Mit ausführlicher Nutzung des Audioguides kann es etwas länger dauern.
Wie viel kostet der Eintritt?
Erwachsene zahlen 7 Euro, Kinder von 4 bis 15 Jahren 4 Euro. Kinder bis 3 Jahre besuchen das Museum kostenlos. Ermäßigte Tickets und Gruppentickets ab 10 Personen kosten 6 Euro pro Person. Die Familienkarte für zwei Erwachsene und zwei Kinder kostet 15 Euro.
Ist das SPICY’S Gewürzmuseum barrierefrei?
Nein. Das Museum befindet sich im zweiten Stock eines historischen Speichergebäudes und ist nur über Treppen erreichbar. Ein Aufzug ist nicht vorhanden. Im eigentlichen Ausstellungsbereich gibt es anschließend kaum weitere Hindernisse.
Wie funktioniert der Audioguide?
Der Audioguide wird kostenlos über QR-Codes auf dem eigenen Smartphone oder Tablet aufgerufen. Er steht auf Deutsch, Englisch und Französisch zur Verfügung. Eigene Kopfhörer solltet ihr mitbringen.
Das SPICY’S ist kein Museum für geruchsneutrale Distanz. Hier wird geschnuppert, probiert und nebenbei erklärt, warum Hamburg seit Jahrhunderten nach mehr riecht als Hafenwasser.
Ein kompakter und angenehm eigenwilliger Zwischenstopp in der Speicherstadt – sofern ihr die Treppe nicht mit einem Aufzug verwechselt.
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