Wenn der Kiez Theater spielt
Kieztheater mit Musik, Comedy und rotem Plüsch
Draußen blinkt die Reeperbahn, drinnen leuchten rote Sessel, kleine Tische und ein Vorhang, hinter dem fast alles passieren kann. Das Schmidt Theater mischt Musik, Comedy und schräges Kieztheater so selbstverständlich, als hätte Hochkultur schon immer einen Drink am Platz bestellt.

Rote Sessel, kleine Tische, kurze Distanz
Mit 420 Plätzen bleibt der Saal groß genug für Show und klein genug für Nähe. Ihr sitzt an kleinen Tischen, Getränke dürfen mit hinein und auf der Bühne genügt oft ein gehobener Augenbrauenwinkel, damit selbst die hinteren Reihen wissen, was gemeint ist.

Warum es sich lohnt
Das Schmidt Theater zeigt Kiezkultur nicht hinter einer Museumsscheibe, sondern lebendig, nah und mit einem guten Gespür für komische Abgründe. Ihr erlebt eine Bühne, die ihr Publikum ernst nimmt, ohne deshalb den ganzen Abend ein ernstes Gesicht zu verlangen.
Die Highlights
- Intimer Theatersaal mit 420 Plätzen
- Rote Sessel und kleine Tische
- Comedy, Musik, Shows und Gastspiele
- Getränke und Snacks am Platz
- Traditionsreiche Heimat der Schmidt Show
- Direkt auf der Reeperbahn
Eröffnet mit einer Acht zu viel
Am 8. August 1988 um acht Uhr acht ging der Vorhang erstmals auf. 2004 wurde das alte Haus abgerissen, ein Jahr später kehrte das Schmidt mit roter Glasfassade und vertrautem Plüsch zurück. Die Rechnung wirkt bis heute etwas eigenwillig, das Ergebnis erfreulich stimmig.

Von der Schmidt Show zur Kiezinstitution
Corny Littmann, Marlene Jaschke und Lilo Wanders machten die Schmidt Show bundesweit bekannt. Heute wechseln eigene Produktionen, Comedy, Musik, Gastspiele und Kindertheater auf der Bühne. Der Abend kann dabei innerhalb weniger Minuten von laut zu leise kippen – nur besonders glatt wird es selten.

So macht ihr mehr daraus
Kommt nicht erst mit dem letzten Gong. Eine halbe Stunde vorher füllt sich der Saal, Gläser wandern über die kleinen Tische und aus einzelnen Besuchern wird langsam ein Publikum. Das Schmidt beginnt nämlich schon vor dem Vorhang – ein bisschen wie die Reeperbahn selbst, nur mit festen Sitzplätzen.

Häufige Fragen
Was wird im Schmidt Theater gespielt?
Auf dem Programm stehen eigene Musicals und Shows, Comedy, Kabarett, Konzerte, Gastspiele sowie Kinder- und Familienvorstellungen. Die Mischung ändert sich regelmäßig.
Was ist der Unterschied zwischen Schmidt Theater, Schmidts Tivoli und Schmidtchen?
Es sind drei eigenständige Bühnen am Spielbudenplatz. Sie gehören zum selben Haus, haben aber unterschiedliche Säle und Programme. Die genaue Spielstätte steht auf eurem Ticket.
Kann man im Schmidt Theater essen und trinken?
Ja. Getränke und kleine Speisen können je nach Angebot bestellt und mit an den Platz genommen werden. Für einen größeren Theaterbesuch stehen außerdem gastronomische Angebote rund um die Bühnen zur Verfügung.
Ist das Schmidt Theater barrierefrei?
Der Zugang zum Foyer und Zuschauerraum ist barrierefrei. Im Saal gibt es zwei Rollstuhlplätze; eine vorherige telefonische Reservierung ist erforderlich. Das barrierefreie WC erreicht ihr per Aufzug.
Wie kommt man zum Schmidt Theater?
Am einfachsten fahrt ihr mit der U3 bis St. Pauli. Von dort sind es nur wenige Minuten zu Fuß bis zum Spielbudenplatz 24–25.
Das Schmidt Theater ist kein stiller Musentempel, sondern ein roter, herzlicher Kiezsaal mit Musik, Witz und bemerkenswert kurzen Wegen zwischen Bühne, Bar und Publikum. Wer Hamburgs Theaterkultur ohne steife Kragen erleben möchte, sitzt hier ziemlich richtig.