Bergedorfer Museumslandschaft

Ein Bauernhof, auf dem kein Raum ungenutzt blieb

Bauernhaus, Schöpfmühle und Vierländer Alltag unter Reet

Im Rieck Haus lagen Bauernstube, Arbeitsbereich und Stall unter demselben Reetdach. Rund um das historische Haupthaus zeigen Schöpfmühle, Scheune, Backhaus, Haubarg und Garten, wie eng das Leben in den Vierlanden mit Landwirtschaft und Wasser verbunden war.

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Wohnen neben Stall und Arbeitsgerät

In der Diele wurde gekocht, gearbeitet und das Vieh versorgt; ein paar Schritte weiter lagen Bauernstube und Schlafplätze. Das Rieck Haus zeigt diese Nähe ohne nachgebautes Bauernhofidyll. Ihr könnt in einen Alkoven steigen, eine gefüllte Milchkanne anheben und ziemlich schnell feststellen, dass „einfaches Landleben“ vor allem eine Formulierung aus sicherer Entfernung ist.

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Darum geht’s

Warum es sich lohnt

Das Rieck Haus zeigt eine Seite Hamburgs, die zwischen Hafenbildern und Innenstadtfassaden leicht untergeht. Statt einzelner Vitrinen erlebt ihr ein vollständiges Hofensemble, in dem Gebäude, Garten, Tiere und Ausstellung gemeinsam vom Leben in den Vierlanden erzählen.

Auf einen Blick

Die Highlights

  • Historisches Fachhallenhaus unter Reet
  • Mitmachausstellung zum bäuerlichen Alltag
  • Schöpfmühle zur Feldentwässerung
  • Backhaus, Scheune und Haubarg
  • Schau- und Gemüsegarten
  • Spielplatz, Schweine und Bienenstöcke

Der Hof endet nicht an der Haustür

Auf dem Außengelände stehen eine Scheune mit Stall, ein Backhaus, ein Haubarg und eine historische Feldentwässerungsmühle. Dazu kommen Schau- und Gemüsegarten, Bienenstöcke und lebendige Schweine. So wird verständlich, warum in den Vierlanden nicht nur die Ernte, sondern auch der richtige Umgang mit Wasser über den Alltag entschied.

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Anfassen ausdrücklich vorgesehen

Die Ausstellung arbeitet mit Originalobjekten, Bildern, hoch- und plattdeutschen Texten sowie kleinen Aufgaben. Ihr könnt Kräuterdüfte unterscheiden, Geräte ausprobieren und beobachten, wie viele Handgriffe hinter scheinbar selbstverständlichen Dingen steckten. Das ist Regionalgeschichte mit hochgekrempelten Ärmeln.

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Micks Insider-Tipp

So macht ihr mehr daraus

Steuert nicht nur das Haupthaus an. Geht auch zur Schöpfmühle und schaut euch anschließend die Gräben und flachen Flächen rund um Curslack an. Danach wirkt die Mühle nicht mehr wie hübsche Dekoration, sondern wie das Werkzeug, ohne das hier vieles schlicht nasse Füße bekommen hätte.

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Kurz geklärt

Häufige Fragen

Was gibt es im Rieck Haus zu sehen?

Zum Museum gehören das historische Haupthaus mit Mitmachausstellung, eine Scheune mit Stall, ein Backhaus, ein Haubarg, eine Feldentwässerungsmühle sowie ein Schau- und Gemüsegarten. Auf dem Gelände gibt es außerdem einen Spielplatz, Schweine und Bienenstöcke.

Wann ist das Rieck Haus geöffnet?

Das Museum öffnet von März bis Oktober dienstags bis sonntags von 11:30 bis 17:00 Uhr. Montags sowie während der Winterpause von November bis Februar bleibt es geschlossen.

Wie viel kostet der Eintritt?

Erwachsene zahlen 4,50 Euro, der ermäßigte Eintritt kostet 3,00 Euro. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren haben freien Eintritt. Für Erwachsene in Gruppen ab zehn Personen gilt ein Preis von 3,00 Euro pro Person.

Ist das Rieck Haus barrierefrei?

Die offiziellen Angaben widersprechen sich. Hamburg.de weist wegen hoher Türschwellen auf eine bedingte Barrierefreiheit hin, während der Museumsdienst das Museum als komplett barrierefrei bezeichnet. Klärt euren konkreten Bedarf deshalb vorab direkt mit dem Museum.

Ist das Rieck Haus für Kinder geeignet?

Ja. Mitmachstationen, Garten, Spielplatz und Tiere bieten Kindern mehrere Zugänge zum Thema. Zusätzlich werden zu ausgewählten Terminen Familienaktionen, Workshops und Kindergeburtstage angeboten.

Unser Fazit

Das Rieck Haus ist kein Bauernhaus, das nur ordentlich hinter einer Absperrung steht. Gebäude, Geräte, Tiere und Garten greifen ineinander und machen sichtbar, wie gearbeitet, gewohnt und gewirtschaftet wurde – einschließlich der Erkenntnis, dass früher keineswegs alles gemütlicher war.

Bildernachweis
  • Alle Bilder © Malte Klauck / HTI