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Klassik im Bunker – ohne ehrfürchtigen Abstand

Klassik, Club und neue Konzertformate im Bunker an der Feldstraße

Roher Beton, warmer Holzboden und ein Kronleuchter aus 270 PET-Flaschen: Im resonanzraum trifft die Präzision eines Konzertsaals auf die Nähe eines Clubs. Das Ensemble Resonanz ist hier zu Hause – und klassische Musik darf sich zwischen Bar und DJ-Pult ziemlich frei bewegen.

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Beton, Holz und sehr feine Ohren

Der erste Eindruck ist roh: Betonwände, große Eisentore, darüber ein Kronleuchter aus 270 PET-Flaschen. Dann beginnt die Musik – und der Bunker zeigt, dass massiv gebaut nicht dumpf klingen muss. Die drehbaren Tore verändern Raum und Akustik, der warme Holzboden nimmt dem Ganzen die Strenge. Dieser Beton hört erstaunlich genau zu.

Darum geht’s

Warum es sich lohnt

Der resonanzraum nimmt klassischer Musik weder ihre Genauigkeit noch ihre Ernsthaftigkeit – nur den üblichen Abstand. Ihr hört außergewöhnlich gut und erlebt gleichzeitig einen Konzertabend, der sich so ungezwungen anfühlt wie ein guter Clubbesuch.

Auf einen Blick

Die Highlights

  • Clubraum mit hervorragender Akustik für klassische Musik
  • Heimat und Experimentierfeld des Ensemble Resonanz
  • Urban-String-Abende mit DJs und Produzent:innen
  • Offene Betonwände und große drehbare Eisentore
  • Leuchtende Bar und Kronleuchter aus 270 PET-Flaschen
  • Konzerte, Performances, Lesungen und Werkstätten
  • Mitten im Bunker an der Feldstraße

Wenn Streicher auf Plattenteller treffen

Der resonanzraum ist Zuhause und Experimentierfeld des Ensemble Resonanz. Bei urban string begegnen klassische Werke DJs und Produzent:innen aus der Hamburger Clubszene; an anderen Abenden stehen Jazz, Elektronik, Performance oder Lesungen auf dem Programm. Der Frack darf zu Hause bleiben. Die Aufmerksamkeit besser nicht.

Nah dran statt still weit weg

Zwischen Bühne und Bar bleibt wenig ehrfürchtiger Abstand. Ihr erlebt die Musiker:innen nah, könnt vor oder nach dem Konzert an der leuchtenden Bar stehen und merkt schnell, wie selbstverständlich sich der Raum zwischen Konzertsaal und Club bewegt. Er entscheidet sich nicht. Das ist sein stärkster Ton.

Micks Insider-Tipp

So macht ihr mehr daraus

Mein Tipp: Sucht euch einen urban-string-Abend aus und kommt schon zum Auftakt mit DJ und Drinks. Erst steht ihr mit einem Glas an der Bar, wenig später spielen die Streicher fast auf Griffweite. Genau bei diesem Wechsel versteht ihr, warum der resonanzraum weder klassischer Konzertsaal noch gewöhnlicher Club sein möchte.

Kurz geklärt

Häufige Fragen

Welche Musik wird im resonanzraum gespielt?

Das Programm reicht von klassischer und zeitgenössischer Musik über Jazz und Elektronik bis zu Performances, Lesungen und Werkstätten. Einen festen musikalischen Stundenplan kennt der Raum nicht.

Ist der resonanzraum barrierefrei zugänglich?

Ja. Ein separater ebenerdiger Eingang führt zum Aufzug, die Veranstaltungsräume sind stufenlos zugänglich und barrierefreie Toiletten sind vorhanden. Rollstuhlplätze solltet ihr vorher anmelden.

Wo befindet sich der resonanzraum?

Der resonanzraum liegt im ersten Obergeschoss des Bunkers an der Feldstraße 66. Von der U3-Station Feldstraße sind es nur rund 100 Meter.

Gibt es im resonanzraum eine Abendkasse?

Ja, sofern die Veranstaltung nicht ausverkauft ist. Die Abendkasse öffnet gewöhnlich zusammen mit dem Einlass etwa 30 bis 60 Minuten vor Veranstaltungsbeginn.

Gibt es im resonanzraum Getränke und Essen?

An der Bar bekommt ihr unter anderem hausgemachte Limonaden, Wein, lokales Bier und weitere Getränke. Ein reguläres Speisenangebot ist nicht ausgewiesen.

Unser Fazit

Der resonanzraum ist ein Konzertsaal für alle, die bei Klassik nicht automatisch an rote Polstersessel und große Entfernung zur Bühne denken. Im Bunker an der Feldstraße kommen exzellente Akustik, mutige Programme und echte Clubnähe zusammen. Beton kann erstaunlich lebendig klingen.

Bildernachweis
  • Bilder: resonanzraum UG, HTI