Vier Masten über euch, eine ganze Arbeitswelt darunter
Über Deck und durch rekonstruierte Schiffsräume der Viermastbark
Bei der Führung über die PEKING geht ihr nicht nur an Deck. Kartenhaus, Kombüse, Mannschaftsräume und Kapitänssalon zeigen, wie auf einem großen Frachtsegler navigiert, gearbeitet, gegessen und gewohnt wurde. Seit 2026 ergänzen rekonstruierte Innenräume und eine Ausstellung den Rundgang.

An Deck werden die Maßstäbe neu sortiert
Vom Kai wirkt die PEKING bereits groß. An Deck stehen die vier Masten dann so steil über euch, dass der Blick automatisch nach oben wandert. Zwischen Tauwerk, Winden und Aufbauten erklärt die Führung, wie ein Frachtsegler dieser Größe ohne Motor über lange Handelsrouten bewegt wurde. Der Wind erledigte viel – aber bekanntlich keine Nachtschicht allein.

Warum es sich lohnt
Die Führung bringt euch in Bereiche, die vom Kai aus unsichtbar bleiben. Statt die PEKING nur als eindrucksvolle Silhouette zu betrachten, erlebt ihr Arbeitsplätze, Wohnräume und Technik eines Frachtseglers – ergänzt um die unbequemen Fragen, die zu seiner Handelsgeschichte gehören.
Die Highlights
- Geführter Rundgang über die Viermastbark
- Offenes Deck mit Takelage und Winden
- Rekonstruiertes Kartenhaus
- Historische Kombüse und Mannschaftsräume
- Restaurierter Kapitänssalon
- Ausstellung zu Handel und Hafenlogistik
- Eintritt in das Deutsche Hafenmuseum inklusive
Hinter den Türen beginnt der Bordalltag
Seit der Saison 2026 führt der Rundgang auch durch weitgehend rekonstruierte Innenräume. Ihr seht Kartenhaus, Kombüse, Mannschaftsbereiche und den Kapitänssalon. Die Unterschiede zwischen diesen Räumen erzählen ziemlich direkt von Aufgaben, Rang und Lebensbedingungen an Bord. Besonders großzügig fällt das Platzangebot nirgends aus.

Frachtgeschichte ohne Seefahrerromantik
Die Ausstellung verbindet das Schiff mit globalem Rohstoffhandel, Hafenlogistik und der Salpeterfahrt zwischen Chile und Europa. Dabei geht es auch um koloniale Verflechtungen, Arbeitsbedingungen und die Frage, welche Rolle Windkraft heute wieder spielen kann. Die PEKING wird damit nicht bloß als schöner Großsegler betrachtet, sondern als Teil eines wirtschaftlichen Systems.

So macht ihr mehr daraus
Geht nach der Führung nicht direkt zurück zur Haltestelle. Der Eintritt ins Deutsche Hafenmuseum ist bereits enthalten, und viele Geräte im Schuppen 50A erklären, was mit einer Schiffsladung nach dem Festmachen geschah. Erst Schiff, dann Schuppen – so bekommt die Frachtgeschichte auch an Land ein brauchbares Ende.

Häufige Fragen
Kann die PEKING ohne Führung besichtigt werden?
Nein. Die Schiffsbesichtigung und der Besuch der Ausstellung an Bord sind derzeit ausschließlich im Rahmen einer angemeldeten Führung möglich.
Wie viel kostet die Führung über die PEKING?
Die Teilnahme kostet 15,00 Euro und schließt den Eintritt in das Deutsche Hafenmuseum ein. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren nehmen kostenlos teil, müssen aber ebenfalls angemeldet werden.
Dürfen Kinder an der PEKING-Führung teilnehmen?
Ja, sofern sie mindestens 1,20 Meter groß sind. Diese Mindestgröße gilt unabhängig vom Alter aus Sicherheitsgründen. Kinderwagen und Buggys können nicht mit an Bord genommen werden.
Ist die PEKING barrierefrei zugänglich?
Nein. Das Schiff ist derzeit nicht barrierefrei. Rollstühle, Rollatoren und vergleichbare Hilfsmittel können nicht mitgeführt werden, weshalb Menschen mit eingeschränkter Mobilität von der Teilnahme abgeraten wird.
Welche Kleidung wird für den Rundgang benötigt?
Festes geschlossenes Schuhwerk ist vorgeschrieben. Zehentrenner, Schlappen und Pumps sind nicht erlaubt. Da Teile der Führung auf dem offenen Deck stattfinden, solltet ihr außerdem wetterfeste Kleidung oder Sonnenschutz mitbringen.
Die PEKING ist vom Kai aus ein mächtiger Anblick. Richtig verständlich wird das Schiff aber erst zwischen Deck, Kombüse, Mannschaftsräumen und Kapitänssalon. Die Führung zeigt große Segeltechnik und enge Lebensräume – und lässt die weniger dekorativen Seiten des globalen Warenverkehrs nicht an Land zurück.