Museumsschiff PEKING Hamburg mit Deck, Takelage und richtig viel Windjammer-Wucht

Die PEKING ist kein kleines Museumsschiff, bei dem ihr einmal über ein Deck schlurft, kurz auf einen Poller zeigt und wieder runtergeht. Das Ding ist eine Viermastbark von 1911, einer der letzten großen Windjammer überhaupt und im Hamburger Hafen ein echter Brecher. Wenn ihr auf Schiffe steht, sitzt hier alles: Deck, Winden, Masten, Brückenhaus, Hafenblick und ordentlich Seefahrtsgeschichte ohne maritime Deko-Romantik.

Seit März 2026 ist die PEKING noch einmal erweitert worden: mit ergänzender Ausstellung und rekonstruierten Innenräumen im Brückenhaus. Heißt auf gut Deutsch: Ihr schaut nicht nur von außen auf ein schönes Schiff, sondern bekommt auch drinnen deutlich mehr Futter. Das macht den Rundgang spürbar stärker.

Infos zur PEKING

  • Am Bremer Kai, Deutsches Hafenmuseum, Australiastraße, 20457 Hamburg. Der Standort gehört zum Deutschen Hafenmuseum.

  • Mittwoch – Montag, Dienstag geschlossen

  • 10:00 – 17:00 Uhr, Sa & So bis 18:00 Uhr
    Führungen: 10:00 – 15:00 Uhr, Sa & So bis 16:00 Uhr

  • 60 Minuten für den geführten Rundgang über die PEKING

  • Online buchen oder vor Ort an der Kasse

Liegeplatz der PEKING

Museumsschiff PEKING

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Das Wichtigste in 30 Sekunden

Warum es sich lohnt?

Weil die PEKING kein Schiff ist, das man nur schön von außen anguckt. Das ist ein echter Koloss mit Geschichte, Technik und Präsenz. Wenn ihr auf maritime Hamburg-Nummern steht, ist das hier deutlich eindrucksvoller als irgendein nettes Schiffchen mit ein bisschen Nostalgie lackiert.

Weil der Rundgang genau die richtige Mischung hat: Schiff selbst, Hafengeschichte, globaler Handel und jetzt eben auch mehr Innenräume und Ausstellung. Das Ganze wirkt dadurch nicht wie ein leerer Holztempel, sondern wie ein Ort mit Substanz.

Und weil die PEKING im Hamburger Hafen einfach verdammt gut aussieht. So ein Viermaster hat Wucht, und die bekommt man an Bord noch mal ganz anders mit als vom Kai aus. Draußen ist nett. Draufgehen ist besser.

Peking

So macht Ihr’s richtig

  • Seid 15 Minuten vor Beginn am Kassenhäuschen direkt vor der PEKING. Wenn ihr auf den letzten Drücker angerannt kommt, startet das Ganze direkt mit Stress. Muss nicht sein.

  • Zieht festes Schuhwerk an. Kein modisches Harakiri. Auf einem historischen Schiff gewinnt am Ende immer der Schuh mit Hirn.

  • Plant danach direkt noch das Deutsche Hafenmuseum mit ein. Das ist im Ticket drin, also wäre es ziemlich dämlich, nur den halben Kuchen zu essen.

  • Denkt an Mobilität und Kinderwagen: Rechnet mit Treppen und engen Stellen. Weil die PEKING aktuell nicht barrierefrei ist und Rollatoren, Rollstühle, Kinderwagen nicht mit an Bord dürfen.

  • Wenn ihr nicht gut zu Fuß seid oder Hilfsmittel braucht, prüft vorher ehrlich, ob das für euch passt. Die PEKING ist derzeit nicht barrierefrei. Da hilft auch kein Optimismus mit Anlauf.

Skipper_Mick_Shaw

Micks Insider Tipp:

Wenn ihr auf Schiffe steht, dann macht nicht den Fehler und behandelt die PEKING wie einen netten Fotostopp am Wasser. Rauf da. Sonst habt ihr nur die halbe Nummer erlebt.

Und noch was: So ein Viermaster ist nichts für Leute, die nach drei Minuten sagen „Ja, hab ich gesehen“. Die PEKING will nicht abgearbeitet werden. Die will man einmal richtig auf sich wirken lassen. Sonst könnt ihr auch ein Postkartenregal anschauen.

Highlights vor Ort

Das Schiff selbst ist natürlich das große Brett. Groß, roh, schön und mit richtig viel Geschichte.

Seit März 2026 bekommt ihr hier mehr Einblick als früher. Genau das hebt den Rundgang noch mal an.

Es gibt auch Themenführungen zu Winden, Takelage und Schiffskonstruktion. Für alle, die bei Technik glänzende Augen kriegen, ist das natürlich herrlich.

Die PEKING wurde für den Salpetertransport gebaut. Damit hängt das Schiff direkt an einem ziemlich spannenden Kapitel von Handel und Hafenwirtschaft.

Das Ticket deckt auch den Besuch des Deutschen Hafenmuseums ab. Ihr bekommt also nicht nur Schiff, sondern gleich das passende Drumherum dazu.

Praktische Infos zur Peking (Museumsschiff)

Deutsches Hafenmuseum, Kopfbau Schuppen 50 A, Australiastraße, 20457 Hamburg: Meldung am Wachhäuschen vor der PEKING.

Aktuell nur im Rahmen einer Führung.

15 Euro pro Person inklusive Hafenmuseum: Unter 18 Jahren kostenlos (Anmeldung nötig).

Dauer etwa 60 Minuten, maximal 15 Personen pro Rundgang.

Festes Schuhwerk Pflicht, Mindestgröße 1,20 m, aktuell nicht barrierefrei.

Stand: 18.05.2026

FAQ Peking (Museumsschiff)

Eine historische Viermastbark (Windjammer), typisch für die Flying P-Liner.

Die PEKING wurde 1911 fertiggestellt und fuhr in diesem Jahr.

Bei Blohm & Voss in Hamburg für die Reederei F. Laeisz.

Nein, derzeit nur über geführte Rundgänge.

15 Euro inkl. Hafenmuseum, unter 18 frei (Anmeldung nötig).

Montags sowie mittwochs bis freitags 10:00–15:00 und samstags, sonntags, feiertags 10:00–16:00.

Ja: festes Schuhwerk, bestimmte Schuhe sind ausgeschlossen, außerdem gilt eine Mindestgröße.

Nein, aktuell nicht. Hilfsmittel wie Rollator, Rollstuhl oder Kinderwagen können nicht mit an Bord.

Weil sie als großer Frachtsegler Technik und Größe einer Ära zeigt, die Hamburg stark geprägt hat.

Kurzfazit

Die PEKING ist kein nettes Beiwerk im Hafen, sondern ein echtes Brett. Viermastbark, 60-Minuten-Rundgang, rekonstruierte Innenräume und dazu noch das Hafenmuseum im Ticket — das ist für Hamburg-Besucher mit Schiffs-Affinität eine sehr klare Empfehlung.

Über den Autor

Mick Shaw - Hamburg Insider

Michael „Mick“ Shaw

Michael „Mick“ Shaw ist Hamburg-Insider, Schiffsführer im Hamburger Hafen und auf St. Pauli aufgewachsen. Seine Tipps entstehen aus echter Erfahrung zwischen Hafen, Kiez und den schönsten Ecken der Stadt.

Geboren auf St. Pauli – Barkassen Kapitän – Gastgeber im Kiez Garden St. Pauli

Bildernachweise / FotografInnen: Malte Klauck, Michael Sarnhof, Bilderwerk Hamburg, Shutterstock, Fotolia