Zwischen Theaterlicht und roten Lampen
Vom Millerntorplatz durch den Kiez bis zur Großen Freiheit
An der Telefonsäule am Millerntorplatz beginnt ein Spaziergang durch zwei Stunden St. Pauli: vorbei an Theatern, Davidwache, Straßenstrich und Kneipen bis zur Großen Freiheit. Ein Guide ordnet ein, was draußen blinkt, lockt und gelegentlich lieber im Halbdunkel bleibt.

Treffpunkt an der Telefonsäule
Oben am U3-Ausgang wartet keine große Empfangshalle, sondern eine Telefonsäule und ein Guide mit weißer Umhängetasche. Von dort geht es an den Tanzenden Türmen vorbei zum Spielbudenplatz. Schon auf den ersten Metern stehen Bürohaus, Theater, Polizeiwache und Nachtleben ziemlich dicht beieinander. St. Pauli verschwendet wenig Platz auf saubere Trennlinien.

Warum es sich lohnt
Die Führung gibt euch Orientierung in einem Viertel, das auf den ersten Blick vor allem aus Licht, Lautstärke und Angeboten besteht. Ihr erfahrt, wie Nachtleben, Kultur, Arbeit und Alltag auf engem Raum zusammenkommen. Danach seht ihr nicht nur mehr – ihr wisst auch besser, wann respektvolles Wegsehen dazugehört.
Die Highlights
- Geführter Rundgang über Reeperbahn und St. Pauli
- Millerntorplatz, Spielbudenplatz und Davidwache
- Hans-Albers-Platz und Große Freiheit
- Geschichten über Nachtleben, Kultur und Rotlichtmilieu
- Ein Kiezkultgetränk inklusive
- Ortskundige Guides
- Maximal 25 Personen
- Tägliche Durchführung
Der Kiez hinter seinen Leuchtschriften
Die Route führt über Reeperbahn, Spielbudenplatz und Hans-Albers-Platz bis zur Großen Freiheit. Unterwegs geht es um Davidwache, Kultkneipen, Straßenstrich, Theater und die Geschichte des Viertels. Die Herbertstraße gehört ebenfalls zum Thema; betreten dürfen sie allerdings nur Männer. Alle anderen erfahren davor, warum diese Einschränkung besteht.

Mehr als Bars und schnelle Urteile
Zwischen Rotlichtmilieu und Musicaltheater erzählen die Guides von Beatles, Koberern, Sexarbeit, Partykultur und den Regeln eines bewohnten Viertels. Ein Kiezkultgetränk gehört zur Tour. Das macht noch keine wissenschaftliche Feldstudie daraus, verbessert aber erfahrungsgemäß die Haltung zum Untersuchungsgegenstand.

So macht ihr mehr daraus
Plant nach dem Ende noch etwas Zeit an der Großen Freiheit ein. Ihr habt dann bereits erfahren, welche Türen Geschichte versprechen und welche hauptsächlich ein gutes Geschäft. Diese Unterscheidung spart auf dem Kiez nicht nur Zeit, sondern gelegentlich auch überraschend viel Zaster.

Häufige Fragen
Wie lange dauert die Tour „Lust & Laster“?
Die aktuelle Angebotsübersicht nennt etwa zwei Stunden. Auf älteren Anbieterseiten stehen teilweise noch 2,5 Stunden. Prüft deshalb die Dauer in eurer aktuellen Buchungsbestätigung.
Welche Orte sieht man während der Reeperbahn-Tour?
Die Route beginnt am Millerntorplatz und führt über Reeperbahn, Spielbudenplatz, Davidwache und Hans-Albers-Platz bis zur Großen Freiheit. Auch Straßenstrich und Herbertstraße werden thematisiert. Die Herbertstraße selbst darf nur von Männern betreten werden.
Ab welchem Alter darf man teilnehmen?
Die Teilnahme ist ab 16 Jahren möglich. Jugendliche von 16 bis 17 Jahren müssen von einem Erziehungsberechtigten begleitet werden. Ohne diese Begleitung gilt ein Mindestalter von 18 Jahren.
Ist die Reeperbahn-Tour barrierefrei?
Der Anbieter beschreibt die Tour als in der Regel barrierefrei. Besonders am Wochenende können große Menschenmengen das Durchkommen erschweren. Rollstuhlnutzende sollten ihre Teilnahme deshalb vorher anmelden.
Kann die Tour kostenfrei storniert werden?
Laut Anbieter ist eine kostenfreie Stornierung bis 24 Stunden vor Tourbeginn möglich. Dafür müsst ihr den Anbieter per E-Mail oder telefonisch kontaktieren.
„Lust & Laster“ führt euch vom eher übersichtlichen Treffpunkt am Millerntor in ein Viertel voller widersprüchlicher Geschichten. Die Tour spricht offen über Rotlicht, Kultur, Geld und Regeln – und endet genau dort, wo ihr das neu erworbene Kiezwissen praktisch überprüfen könnt.