Unser Hamburg

Vom Betonklotz zum Stadtgarten

Geschichte, Dachgarten und Aussicht über St. Pauli

Am Aufzug der U-Bahn Feldstraße beginnt eine Führung, bei der fast acht Jahrzehnte Baugeschichte übereinanderliegen. Ihr folgt dem Wandel vom nationalsozialistischen Flakturm zum begrünten Stadtprojekt und steigt bis zur Aussicht über St. Pauli hinauf. „Aufstieg“ ist dabei nicht nur redaktionelles Schmuckwerk.

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Erst einmal vor diesem Beton stehen

Schon vom Heiligengeistfeld wirkt der Bunker weniger wie ein einzelnes Gebäude als wie ein eigener Häuserblock. Am Fuß des Bauwerks erklärt euch der Guide, warum der Flakturm errichtet wurde, wie seine gewaltigen Dimensionen entstanden und welche Rolle er während des Zweiten Weltkriegs spielte.

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Darum geht’s

Warum es sich lohnt

Die Führung erklärt einen Ort, dessen Wirkung sich beim kostenlosen Aufstieg allein nur teilweise erschließt. Besonders interessant ist der harte Gegensatz zwischen der Entstehung als nationalsozialistischem Kriegsbauwerk und der heutigen Nutzung mit Dachgarten, Hotel, Gastronomie und Kulturangeboten. Die Aussicht ist der sichtbare Höhepunkt, aber nicht der einzige Grund für den Weg nach oben.

Auf einen Blick

Die Highlights

  • 90-minütige Führung mit Guide
  • Geschichte des ehemaligen Flakturms
  • Einordnung von NS-Zeit und Zwangsarbeit
  • Umbau und Aufstockung des Bunkers
  • Begrünter Bergpfad und Dachlandschaft
  • Panoramablick über Hamburg
  • Direkter Blick auf das Millerntor-Stadion
  • Treffpunkt unmittelbar an der U3 Feldstraße

Geschichte, die nicht begrünt werden darf

Der Bunker wurde 1942 innerhalb von rund 300 Tagen durch Zwangsarbeiter errichtet. Während der Luftangriffe suchten zeitweise bis zu 25.000 Menschen darin Schutz. Die Führung ordnet diese Geschichte ein, bevor es um die spätere kulturelle Nutzung, den Umbau und die neue öffentliche Dachlandschaft geht.

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Ein Garten in 58 Metern Höhe

Außen führt der bepflanzte Bergpfad um den massiven Baukörper nach oben. Zwischen Beton, Bäumen und Stauden erfahrt ihr, wie die Begrünung geplant wurde und welche Anforderungen Pflanzen an diesem windigen Standort erfüllen müssen. Vom Dachgarten reicht der Blick über St. Pauli, das Millerntor-Stadion, den Michel und weite Teile Hamburgs.

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Micks Insider-Tipp

So macht ihr mehr daraus

Schaut oben nicht nur Richtung Hafen. Auf der Seite zum Millerntor-Stadion wird besonders deutlich, wie dicht Bunker, Fußballplatz, Karoviertel und Heiligengeistfeld beieinanderliegen. Diese Perspektive erklärt St. Pauli besser als mancher Stadtplan.

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Kurz geklärt

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Bunkerführung?

Die Führung dauert etwa 90 Minuten. Laut Hamburg Tourismus wird sie viermal täglich angeboten; die genauen Startzeiten stehen im Buchungskalender.

Besichtigt man historische Schutzräume im Inneren?

Historische Bunkerräume oder unterirdische Gänge werden in der veröffentlichten Leistungsbeschreibung nicht zugesichert. Im Mittelpunkt stehen die Geschichte des Bauwerks, seine Umgestaltung, der Aufstieg, die Dachlandschaft und die Aussicht.

Wo beginnt die Führung?

Treffpunkt ist in der Eingangshalle der U-Bahn-Station Feldstraße direkt am Aufzug. Ihr solltet ungefähr 15 Minuten vor Beginn eintreffen.

Ist die Tour barrierefrei?

Eine vollständige Barrierefreiheit wird für dieses Angebot nicht bestätigt. Da der Bergpfad Treppenabschnitte besitzt, sollte die konkrete Route bei eingeschränkter Mobilität vorab mit dem Anbieter geklärt werden.

Kann man den Dachgarten auch ohne Führung besuchen?

Ja. Der öffentliche Dachgarten kann grundsätzlich kostenlos besucht werden. Die kostenpflichtige Führung ergänzt den Aufstieg um geschichtliche, architektonische und botanische Hintergründe. Wetter- oder kapazitätsbedingte Zugangsbeschränkungen sind möglich.

Unser Fazit

Eine kompakte Führung für alle, die den Grünen Bunker nicht nur als Aussichtspunkt sehen, sondern seine belastete Geschichte und den ungewöhnlichen Umbau verstehen möchten.

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Bildernachweis
  • Alle Bilder: © Michael Sarnhof / HTI