Ein stiller Ort mit schwerem Gewicht: Die Gedenkstätte Bullenhuser Damm erinnert an die „Kinder vom Bullenhuser Damm“ und lässt Hamburgs Geschichte brutal klar werden
Die Gedenkstätte Bullenhuser Damm (Bullenhuser Damm 92, 20539 Hamburg-Rothenburgsort) erinnert an 20 jüdische Kinder und mindestens 28 Erwachsene, die am 20. April 1945 im Keller der ehemaligen Schule von SS-Männern ermordet wurden; zuvor waren die Kinder für pseudomedizinische Experimente im KZ Neuengamme missbraucht worden.
Besuch: sonntags 10–17 Uhr, Eintritt frei, der Rosengarten ist immer geöffnet; am 24.12., 25.12., 31.12. und 1.1. ist die Gedenkstätte geschlossen.
Die Ausstellung ist mit dem Rollstuhl befahrbar.
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Das Wichtigste in 30 Sekunden
Warum es sich lohnt
Weil dieser Ort nichts beschönigt: Ihr steht am historischen Schauplatz und versteht, warum Erinnerung mehr ist als ein Kapitel im Schulbuch ist: Biografien, Tatort, Folgen und der lange Weg des öffentlichen Hinschauens.
Und weil der Rosengarten mit seinen Zeichen des Gedenkens das Unfassbare auf eine stille, menschliche Art greifbar macht: Kein Pathos, sondern Würde.

So macht Ihr’s richtig

Micks Insider Tipp:
Wenn Ihr vor Ort seid, sucht bewusst nach den Spuren, wie Erinnerung „gebaut“ wurde: Der Rosengarten (1985, mit erklärenden Tafeln in mehreren Sprachen) ist nicht nur hübsch-grün, sondern ein Teil der Gedenkarbeit selbst: Angehörige haben persönliche Zeichen gesetzt, und man kann dort Rosen zum Gedenken pflanzen. Genau diese Mischung aus Ort, Biografie und aktivem Erinnern macht den Bullenhuser Damm so eindringlich.
Highlights vor Ort
Euer Besuchsplan: 30 / 60 / 120 Minuten
Praktische Infos zur Gedenkstätte Bullenhuser Damm
Stand: 26.01.2026
FAQ Bullenhuser Damm
Kurzfazit
Die Gedenkstätte Bullenhuser Damm ist kein „Sightseeing“, sondern ein notwendiger Ort: klar, still, erschütternd und extrem lehrreich, weil Ihr hier am historischen Schauplatz die Biografien und die Mechanik von Entmenschlichung und Vertuschung versteht. Geht hin, nehmt Euch Zeit, und lasst den Rosengarten am Ende den letzten Satz sprechen.
Über den Autor

Michael „Mick“ Shaw
Michael „Mick“ Shaw ist Hamburg-Insider, Schiffsführer im Hamburger Hafen und auf St. Pauli aufgewachsen. Seine Tipps entstehen aus echter Erfahrung zwischen Hafen, Kiez und den schönsten Ecken der Stadt.
Geboren auf St. Pauli – Barkassen Kapitän – Gastgeber im Kiez Garden St. Pauli
Bildernachweise / FotografInnen: Malte Klauck, Michael Sarnhof, Bilderwerk Hamburg, Shutterstock, Fotolia







