BIRDLAND Hamburg GbR

Birdland: Jazz im Hinterhof

Jazzkonzerte, Sessions und kleine Überraschungen im holzgetäfelten Keller

Vorn rauscht die Gärtnerstraße, hinten wartet ein Keller mit dunklem Holz, enger Bühne und ziemlich viel Jazzgeschichte. Im Birdland sitzt ihr so nah an Saxofon, Bass und Schlagzeug, dass musikalische Feinheiten kein Fernglas brauchen.

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Runter in den Jazzkeller

Der Eingang führt durch den Hinterhof, dann wird es dunkel, holzgetäfelt und angenehm nah. Seit 1985 standen hier Größen wie Chet Baker, Art Blakey und Diana Krall auf der Bühne. Das Birdland trägt seine Geschichte nicht wie ein Museumsschild vor sich her. Sie hängt in Bildern an den Wänden und spielt abends einfach weiter.

Darum geht’s

Warum es sich lohnt

Das Birdland lohnt sich, weil zwischen Bühne und Publikum kaum Platz für Distanz bleibt. Ihr hört nicht nur das fertige Solo, sondern auch das Einatmen davor und den kurzen Blick, mit dem sich die Band verständigt. Genau dafür geht man in einen Jazzclub und nicht in eine Konferenzhalle.

Auf einen Blick

Die Highlights

  • Traditionsreicher Jazzclub seit 1985
  • Holzgetäfelter Keller im Hinterhof
  • Konzerte mit nationalen und internationalen Gästen
  • Eintrittsfreie Jam Session am Donnerstag
  • Offene Vocal Sessions für Profis und Laien
  • Programm mit Jazz, Soul, Salsa und Comedy
  • Freie Platzwahl bei den Veranstaltungen

Mehr als Jazz nach Stundenplan

Konzerte bilden das Rückgrat, aber das Programm bleibt beweglich: Vocal Sessions, Salsa, Comedy und andere Live-Formate passen ebenfalls in den Keller. Besonders lebendig wird es donnerstags, wenn nach dem Opener die Jam Session beginnt und auch Einsteiger auf die Bühne dürfen. Die Jazzpolizei kontrolliert offenbar woanders.

Freie Platzwahl mit frühem Vorteil

Bei vielen Veranstaltungen öffnen die Türen gegen 19 Uhr, Beginn und Preis stehen beim jeweiligen Termin. Es gilt freie Platzwahl, einen garantierten Sitzplatz gibt es nicht. Wer unbedingt sitzen möchte, sollte deshalb nicht erst beim ersten Beckenschlag durch den Hinterhof kommen.

Micks Insider-Tipp

So macht ihr mehr daraus

Mein Tipp: Wenn ihr das Birdland kennenlernen wollt, beginnt mit einem Donnerstag. Erst spielt das Opener-Set, später öffnet sich die Bühne für die Jam Session, und der Eintritt ist frei. So hört ihr an einem Abend, wie Jazz geplant beginnt und anschließend sehr überzeugend vom Plan abweicht.

Kurz geklärt

Häufige Fragen

Wird im Birdland ausschließlich Jazz gespielt?

Jazz steht im Mittelpunkt. Zum Programm gehören aber auch Vocal Sessions, Salsa, Comedy und weitere Live-Formate.

Ist die Jam Session im Birdland kostenlos?

Ja. Die wöchentliche Jam Session am Donnerstag ist eintrittsfrei. Nach einem Opener-Set ist die Bühne für weitere Musiker geöffnet.

Kann man im Birdland einen Sitzplatz reservieren?

Nein. Im Birdland gilt freie Platzwahl, und ein Sitzplatz wird nicht garantiert. Wer sitzen möchte, sollte früh erscheinen.

Dürfen Jugendliche das Birdland besuchen?

Unter 16-Jährige dürfen das Birdland nur mit einem Elternteil besuchen. Ab 16 Jahren ist der Besuch öffentlicher Konzerte ohne Begleitung bis 24:00 Uhr möglich.

Wo bekommt man Tickets für das Birdland?

Onlinetickets werden über Tixforgigs verkauft. Gedruckte Tickets sind während des laufenden Veranstaltungsbetriebs auch an der Birdland-Bar erhältlich.

Unser Fazit

Das Birdland ist kein Club für große Gesten im großen Saal. Es ist ein Keller, in dem Musiker nah genug sitzen, damit auch ein leises Solo die ganze Aufmerksamkeit bekommt. Wer Jazz lieber erlebt als ehrfürchtig verwaltet, ist im Hinterhof der Gärtnerstraße richtig.

Bildernachweis
  • Bilder: Birdland, HTI