DAS DEUTSCHE SCHAUSPIELHAUS HAMBURG

Warum Sie einen Besuch in das Deutsche Schauspielhaus fest einplanen sollten 

Das Deutsche Schauspielhaus ist zentraler Ort der Bühnenkultur in Hamburg und das größte Sprechtheater Deutschlands. Es wurde zur vorigen Jahrhundertwende auf Initiative von privaten Finanziers errichtet. In seiner Geschichte lässt sich der Verlauf der Historie der Bundesrepublik und seiner Vorgängerstaaten hervorragend ablesen. Das größte Haus in Deutschland in Bezug auf sein Fassungsvermögen nimmt eine herausragende Rolle in der deutschen Theaterlandschaft ein. Künstlerisch hat sich das Haus von einstmals sehr klassisch ausgerichteten Darbietungen zu einem Vorreiter innerhalb der Theaterszene entwickelt. Dies gefällt ein durchaus auch oft sehr junges Publikum, das von nah und fern anreist, um den Vorstellungen auf den diversen Bühnen innerhalb des Hauses beizuwohnen. 

Adresse:

Kirchenallee 39, 20099 Hamburg

Öffnungszeiten:

Kartenbüro tägl. 10-19 Uhr

Ständig wechselndes Programm

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Details

Wichtige Punkte des Schauspielhauses Hamburg

Das Sprechtheater Deutsches Schauspielhaus mit seinen aktuell 1.200 Plätzen für Zuschauer ist das in dieser Hinsicht größte Theater in ganz Deutschland. Inzwischen blickt es auf eine weit über 100 Jahre währende Geschichte zurück. Zunächst sehr gut vom Publikum in Hamburg angenommen, musste es einige schwere Jahrzehnte überstehen, bis es seit dem Krieg zu einer Institution im deutschen Bühnenwesen erwuchs. Durch das Wirken berühmter Regisseure wie Peter Zadek oder Frank Baumbauer wurde das Sprechtheater Deutsches Schauspielhaus zu einer auch international gewürdigten Adresse. Seit dem Beginn des neuen Jahrtausends öffnet sich das Haus, das auch in den 1970ern schon zur Avantgarde der deutschen Theaterlandschaft zählte, einem noch experimentellerem, aber auch internationalerem Programm, wie nicht zuletzt auch neuen Formen der Darstellung. Zuletzt sorgten originelle, auch angesichts der neuen Medien zeitgemäße Inszenierungen von Stücken wie „Faust“ oder „Othello“ für Zulauf eines neugierigen Publikums. Das Haus ist eng verwoben mit der Identität der Stadt Hamburg; zudem ist seine Lage direkt am Hauptbahnhof optimal für Gäste auch von außerhalb der Stadt. 

 

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Lage und Anfahrt zum Deutschen Schauspielhaus

Das Deutsche Schauspielhaus befindet sich im Hamburger Stadtteil St. Georg. Zu seiner Gründung noch ein Vorort der eigentlichen Stadt, hatte der Stadtteil sich heute seit dem Zeitpunkt des Baus des Theaterhauses zu einem der teuersten Stadtteile Hamburgs entwickelt. Der danach neu entstandene Zentralbahnhof befindet sich direkt neben dem Theater, dessen Front auf der Kirchenallee von zwei Gebäuden eingerahmt wird. Es ist also kein frei stehendes Gebäude, wie viele anderen Schauspielhäuser. 

Zu erreichen ist das Theater mit allen öffentlichen Verkehrsmitteln, die den Hauptbahnhof Hamburg bedienen. Das gilt sowohl für U- und S-Bahn wie auch Busse sowie natürlich den Regional- und Fernverkehr auf der Schiene. Auch heute noch profitiert das Deutsche Schauspielhaus also von seiner verkehrstechnisch guten Lage in Hamburg. 

 

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Geschichte des Deutschen Schauspielhaus Hamburg 

 

Entstanden ist das Deutsche Schauspielhaus in Hamburg durch eine private Initiative. Diverse Mitglieder des Großbürgertums in Hamburg hatten sich mit Schauspielern zusammen getan und 1899 die „Aktiengesellschaft Deutsches Schauspielhaus“ gegründet. Sie alle empfanden den Bedarf für ein repräsentatives Sprechtheater in ihrer Stadt als gegeben, nachdem Hamburg durch die Gründung des Deutschen Reichs einen starken wirtschaftlichen Aufschwung erlebt hatte. Vorbild des Schauspielhauses Hamburg war das Wiener Burgtheater. Dementsprechend wählte man auch zwei Architekten aus Wien für die Planung und Errichtung des Deutschen Schauspielhaus, das im Stile des Neobarock errichtet wurde. Damals fasste es 1.831 Zuschauer, seine Baukosten betrugen zu jener Zeit horrende 1 Million Mark. 

Zum ersten Intendanten bestellte man Alfred von Berger, ebenfalls aus Wien. Er leitete auch die Eröffnung des Hauses am 15. September 1900, auf die in den ersten Jahren vornehmlich Aufführungen von Klassikern von Shakespeare, Goethe oder Schiller folgten. Die Wirren des Ersten Weltkriegs überstand das Theater nur schwerlich, Publikum blieb ebenso aus wie nötige Instandhaltungen. In den 1920er Jahren führte das Erblühen von Kinos sowie eine inhaltlich nicht mehr zeitgemäße Ausrichtung zu weiteren Problemen, nicht zuletzt finanzieller Natur. 

 

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Schon Ende der 1920er Jahre zeichnete sich auch in der Historie des Hauses ab, was im nächsten Jahrzehnt folgen sollte. Schergen der NSDAP störten Aufführungen, die Weltwirtschaftskrise tat ihr Übriges, sodass sich das Deutsche Schauspielhaus zunächst nicht aus seiner anhaltenden Krise befreien konnte. 

 

Vor dem Bankrott gerettet wurde es im Jahre 1934 durch eine Verstaatlichung durch die Nazis. Bis zum Ende des Dritten Reichs durften keine Werke von jüdischen Autorinnen und Autoren mehr aufgeführt werden, in den Kriegsjahren auch keine mehr von Urhebern aus Feindesländern. Bei Kriegsende waren zwei Drittel des Gebäudes zerstört. 

 

In den Folgejahren erlebte das Schauspielhaus Hamburg allerdings, nach anfänglichem Schlingern, einen großen Aufschwung. Als man sich zu Beginn der 1970er Jahre wieder für ausländische Autoren öffnete und experimenteller wurde, veränderte sich auch die Struktur des Publikums. Viele junge Leute strömten ins Haus, namhafte Regisseure wie Peter Zadek formten den inzwischen exzellenten Ruf des Hauses, der auch im 21. Jahrhundert weiter gefestigt wird.

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