BLAUE MOSCHEE IN HAMBURG

Die Blaue Moschee - ein kleines Stück Orient im Herzen Hamburgs

Eine der schönsten Moscheen Deutschlands findet sich in der Hansestadt Hamburg. Prächtige Minarette, arabische Kalligraphien auf Kachelmosaiken und eine himmelblaue Kuppel erinnern an Moscheen, wie man sie aus so manchem Urlaubsland in Erinnerung hat. Die traumhafte Moschee liegt jedoch nicht im Fernen Osten, sondern an der Außenalster Hamburgs und ist Teil des Islamischen Zentrums Hamburg (IZH). Bereits seit den 60er Jahren ist die Moschee an der Schönen Aussicht zu finden, wie die Straße an der Alster heißt. Während die islamische Gemeinde hier regelmäßig zusammen kommt, ist die Moschee auch zum Anziehungspunkt für Besucher der Hansestadt geworden, denn die architektonisch ansprechende Imam-Ali-Moschee steht bereits seit 2013 unter Denkmalschutz und bildet einen interessanten Kontrast zu Hamburgs bekannteren Sehenswürdigkeiten.

 

Adresse

Schöne Aussicht 36
22085 Hamburg

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Die Blaue Moschee und das islamische Zentrum Hamburg 

Als eine der ältesten islamischen Institutionen Europas ist das Islamische Zentrum Hamburg bis heute eine bedeutende Institution für schiitische Muslime in Deutschland. Gegründet wurde das Zentrum bereits im Jahr 1953 von iranischen Kaufleuten, die in Hamburg eine neue Heimat gefunden haben. Mit dem Segen des geistlichen Oberhaupts Groß-Ajatollah Hossein Borudscherdi wurde der Verein gegründet und der erste Imam wurde zwei Jahre später nach Hamburg entsendet. Die Grundsteinlegung der viertältesten Moschee Deutschlands erfolgte Anfang 1960. Nach einer Bauzeit von 5 Jahren konnte die Blaue Moschee an der Außenalster fertiggestellt werden. Die Hamburger Moschee wurde der irakischen Imam-Ali-Moschee nachempfunden und in der Bauform einer Iwan-Moschee errichtet. Bereits aus der Entfernung fallen die zwei Minarette ins Auge und beim näher kommen beeindruckt die Blaue Moschee durch ihre türkisblaue Fassade und der typischen Kuppel. Im Inneren der Moschee finden sich unterschiedliche Blautöne, die dem Gebetsraum, der bis zu 1.500 Menschen Platz bietet, eine besondere Atmosphäre verleihen. In der Mitte der lichtdurchlässigen Kuppel zieht ein prachtvoller Kronleuchter die Blicke auf sich. Der silberne Kronleuchter ist mit unzähligen Kristallen geschmückt, die für wunderschöne Lichteffekte sorgen. Das Prunkstück der Moschee ist jedoch ein 200 m² großer Teppich, der ebenfalls dem Farbschema treu bleibt. 22 Personen knüpften über drei Jahre an dem Teppich und setzten circa 80 Millionen Knoten. Bis heute ist der Teppich in der Moschee der größte Rundteppich der Welt.


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Die Mitglieder der islamischen Gemeinde

In Hamburg bildete sich sehr schnell eine große muslimische Gemeinde, deren Mitglieder zum größten Teil iranische, irakische, türkische und afghanische Wurzeln haben. Bereits im Jahr 2011 lebten laut Statistischem Bundesamt über 140.000 Muslime aus unterschiedlichen Herkunftsländern in der Hansestadt. Muslime mit schiitischer Ausrichtung kommen in die Blaue Moschee und beschäftigen sich mit ihrem gemeinsamen Glauben. Sie beten, feiern und trauern gemeinsam, aber das Islamische Zentrum ist mehr als nur ein Ort zum Beten, denn neben dem Eingang zur Moschee steht das Hauptgebäude der Akademie der islamischen Gemeinde. Hier werden Studenten und Studentinnen unterrichtet, die sich intensiv während eines zehnjährigen Studiums mit dem Islam auseinandersetzen möchten. Angegliedert an die Akademie findet sich auch eine gut ausgestattete Bibliothek, auf die die Gemeindemitglieder Zugriff haben. Die meisten jüngeren Gemeindemitglieder sind in Deutschland geboren, aufgewachsen und tief verwurzelt. Viele Mitglieder, die im Islamischen Zentrum Hamburg aktiv sind, leben noch oder wuchsen in St. Georg auf. Deshalb befinden sich in St. Georg heute zahlreiche türkische Läden und Supermärkte. Doch auch Restaurants, Bäckereien und natürlich Friseurläden, werden in St. Georg von türkischstämmigen Hamburgern betrieben. Der Stadtteil St. Georg hat ein bisschen das Flair Istanbuls und doch sind die Gemeindemitglieder, die hier ansässig sind auch stark mit der deutschen Kultur verbunden und pflegen Freundschaften unabhängig von Nationalitäten. Ebenso ist der Stadtteil Billstedt von sehr von Menschen mit Migrationshintergrund geprägt. Doch letztlich spielt bei der islamischen Gemeinde der Wohnort der Mitglieder keine Rolle und, so kommen in der blauen Moschee und den weiteren Einrichtungen des Islamischen Zentrums Hamburg nicht nur Muslime aus unterschiedlichsten Herkunftsländern zusammen, sondern auch unterschiedlichen Stands, denn dieser spielt im Grunde keine Rolle.


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Das Islamische Zentrum Hamburg setzt auf den Dialog

In den Dialog mit Menschen anderer Glaubensrichtung zu gehen ist den Mitgliedern des islamischen Zentrums Hamburg äußerst wichtig. Entsprechend vielfältig sind die Aktionen in der Moschee, die die Gemeinde immer wieder auf die Beine stellt. Besucher, die in die Blaue Moschee kommen, können an einer Führung durch die Räumlichkeiten teilnehmen und erfahren interessante Hintergründe zur Gemeinschaft und zu den Gebäuden. Doch das Islamische Zentrum Hamburg lädt auch zum Tag der offenen Tür ein und auch Schulklassen wird die Möglichkeit, geboten die Moschee und die dazugehörigen Einrichtungen zu besuchen und zu erkunden. Bei Festen der Moschee sind Besucher immer willkommen und auch Dialogworkshops, Vorträge, Podiumsdiskussionen und Veranstaltungen wie der interreligiöse Frauenbegegnungstag werden gerne in den Räumen des islamischen Zentrums veranstaltet. Die Blaue Moschee soll ein Ort der Begegnungen sein und so haben Besucher hier auch immer die Möglichkeit sich mit Mitgliedern der Gemeinde intensiv auszutauschen.


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